Inklusion und Nachhaltigkeit

Bei der Präsentation der neuen Produkte der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (von links): Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Vorstand Gerhard Wessels, Betriebsleiter Stefan Böckmann und Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus.BILD: VON REEKEN

OLDENBURG – Nachhaltige Produkte entwickeln und dabei einen Bezug zur Stadt herstellen, aus der sie stammen: Das wollten die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO) erreichen, als sie ihre neuesten Eigenprodukte konzipierten. Vorstand Gerhard Wessels und Betriebsleiter Stefan Böckmann stellten nun die Ergebnisse vor, die in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Oldenburg Tourismus entwickelt wurden.

Bezug zur Stadt

„Die Produkte werden bei uns nachhaltig hergestellt“, sagte Wessels.  Die Werkstätten beschäftigen über 800 Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, die in der Industrie und im Handwerk in der Region tätig sind. In Arbeitsgruppen entstehen eigene Produkte, die Löhne der Beschäftigten werden aus den Erlösen finanziert.
In einer Arbeitsgruppe für Menschen mit erworbenen Beeinträchtigungen entstehen Schriftzüge und Grafiken, die mit Hilfe einer Lasermaschine auf Gläser und Weinflaschen graviert werden. „Der Bezug zur Stadt ist uns besonders wichtig“, betonte Silke Fennemann von der Oldenburg Tourismus. „Es würde mich sehr wundern, wenn so etwas nicht gut angenommen werden würde.“
Graviert werden verschiedene Oldenburger Motive. Gefüllt werden die Gläser mit Keksen, Kerzen oder Grill- und Kaminanzündern. Letztere sind laut Wessels ein Beispiel für den Nachhaltigkeitsgedanken, der bei den neuen Produkten im Vordergrund steht.
„Wir haben zwei Werkstätten, in denen Parkett hergestellt wird“, erklärte er. Die Holzreste werden zu Stiften verarbeitet und gebündelt. Das Wachs, in das sie anschließend getaucht werden, stammt ebenfalls aus Produktionsresten.

Inklusion am Markt

„Das Einzige, was dazugekauft wird, ist der Docht, alles Übrige stammt aus den Werkstätten.“ Die Kekse stammen ebenfalls aus eigener Produktion, in der laut Wessels – ebenso wie in den Cafés der Werkstätten – viel Wert auf die Verarbeitung regionaler Produkte gelegt wird. Der Wein, dessen Flaschen mit den gleichen regionalen Motiven graviert werden, stammt dagegen nicht aus den Werkstätten selbst.
Erhältlich sind die neuesten Angebote der Gemeinnützigen Werkstätten in der Tourist-Information im Lappan.


 

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