Planungen für Impfzentren starten

Blick auf den Eingang zu den oberen Festsälen in den Weser-Ems-Hallen.  In dem Hallenkomplex könnte ein Impf-Zentrum entstehen. Die Stadt ist in die Planung eingestiegen. BILD: DITTRICH

OLDENBURG/AMMERLAND – 60 Impfzentren sollen in Niedersachsen entstehen. Eines davon wird in Oldenburg eingerichtet werden, voraussichtlich in den Weser-Ems-Hallen, wie Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) auf Anfrage bestätigte. Auch im Ammerland wurden bereits erste Planungen aufgenommen.

In Oldenburg befinde sich die Planung noch in einem sehr frühen Stadium, betont Krogmann. So sei bisher weder mit den Weser-Ems-Hallen geklärt worden, ob gegebenenfalls Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden müssten, noch sei über Kosten gesprochen worden. Der Oberbürgermeister machte aber deutlich, dass über solche Dinge zweitrangig zu reden sei. Wichtig sei nun, den Kampf gegen das Virus mit aller Kraft fortzusetzen. Die allermeisten Veranstaltungen können aktuell nicht stattfinden. In den Kongresshallen finden zum Beispiel aber regelmäßig die Ratssitzungen statt. Wie die Veranstaltungssituation im ersten Quartal kommenden Jahres sein wird, hängt von den weiteren Vorgaben des Landes ab.

Im Ammerland fokussiert sich die Suche nach einem Impfzentrum auf die BBS Rostrup. Der Entscheidungsprozess, so erklärt Landrat Jörg Bensberg, sei mit vielen Überlegungen  verbunden gewesen.  Zum einen hat der Landkreis nicht viele Liegenschaften, die in Frage kommen. Zum anderen galt es einen  Ort zu finden, in dem genügend geeignete Räume vorhanden sind: für die eigentliche Impfung, aber auch für die dafür notwendige Infrastruktur. Schließlich ist es nicht nur mit einem Raum getan, in dem die Spritzen gesetzt werden.   Sanitäranlagen müssen vorgehalten, Wartebereiche eingerichtet und Besprechungsräume vorbereitet werden.   „Wir sind dann immer wieder auf die BBS gekommen“, sagt Bensberg.

Die fachliche Zuständigkeit für das Impf-Zentrum werde nicht bei den Kommunnen, sondern beim Landesgesundheitsamt liegen, sagt Jürgen Krogmnn. Die Stadt werde aber alles tun, um die Einrichtung in Oldenburg logistisch zu unterstützen. Mit einer Inbetriebnahme rechnet Krogmann für dieses Jahr nicht mehr. „Vermutlich im ersten Quartal nächsten Jahres“, meinte er zu einem zeitlichen Horizont.

In den Impfzentren soll die Bevölkerung gegen das neuartige Coronavirus geimpft werden, sobald ein Impfstoff zugelassen ist und in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Pro 150.000 Einwohner soll nach Plänen des Landes Niedersachsen ein Impfzentrum eingerichtet werden. Die Zentren könnten auch Logistikzentren für die Weiterverteilung des Impfstoffes werden.

„Damit wir flächendeckend mit den Impfungen gegen die Covid-Erkrankung starten können, sobald erste Lieferungen eines Impfstoffs eintreffen, werden wir in enger Kooperation mit den Landkreisen und kreisfreien Städten im ganzen Land bis zu 60 Impfzentren aufbauen“, sagte Sozialministerin Dr. Carola Reimann bei der Vorstellung des Konzepts zum Aufbu der Impfzentren. Grundsätzlich orientiere sich das Land an einer Zahl von rund 150.000 Einwohnern pro Impfzentrum. „Darüber hinaus planen wir insbesondere für die Impfung von den besonders gefährdeten Personen im Bereich der Gemeinschaftseinrichtungen mit dem Einsatz von mobilen Teams“, so Reimann.
Das Konzept sieht vor, dass auf Landesebene eine zentrale Leitung für die Impfkampagne aufgebaut wird und die Ortsebene im Auftrag des Landes die Impfzentren errichtet und betreibt. Die sich daraus ergebenden Kosten trägt das Land.


 

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