K.O.-Tropfen-Verdacht in Osternburger Diskothek

Artikel vom 06.03.2024

Bei einer Veranstaltung im Osternburger Alhambra schlug der K.O.-Tropfen-Test bei mehreren Gästen an. Bild: Archiv

Über Schwindel und Übelkeit klagten mehrere Gäste auf einer Feier in der Oldenburger Diskothek Alhambra. Der K.-O-Tropfen-Test schlug an. Die Polizei sucht Zeugen.

Oldenburg - In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 2. auf 3. März, teilten mehrere Personen der Oldenburger Polizei mit, dass ihnen mutmaßlich sogenannte K.-O.-Tropfen verabreicht worden seien. Die Polizei sucht mögliche weitere Opfer und Zeugen der Taten.

Am frühen Sonntagmorgen wurde die Polizei laut Mitteilung darüber informiert, dass mehrere Besucherinnen und Besucher einer Diskothek im Oldenburger Stadtteil Osternburg – nach NWZ-Informationen handelt es sich um das Alhambra – über Schwindel und Übelkeit klagen würden. Den Beamten wurde geschildert, dass sie eine Feier in der Diskothek besucht hätten, offenbar eine Techno-Party, die um 23 Uhr begann. Im Verlauf der Nacht hätten mehrere Besucher, sowohl Frauen als auch Männer, über Schwindel und Übelkeit geklagt und daher einen Selbsttest mit einem Testarmband auf eine mögliche Verabreichung von K.-O.-Tropfen gemacht.

Untersuchung im Krankenhaus

In bisher fünf bekannten Fällen fiel dieser Schnelltest positiv aus. Mehrere Personen begaben sich daraufhin in Krankenhäuser für eine medizinische Untersuchung.

Die Wirkung der K.o.-Tropfen hängt von der Dosis ab, die sich meist im Milliliter-Bereich bewegt. Nach zehn bis 20 Minuten verursachen K.O.-Tropfen Symptome wie Schwindelgefühle und Übelkeit, bei manchen wirken sie enthemmend. Die Opfer können normal reden und sich bewegen. Der Blackout kommt später. Die Betroffenen können sich dann gar nicht mehr oder nur bruchstückhaft an das Geschehene erinnern. Bis zu vier Stunden können sie wehrlos sein.

Polizei sucht Zeugen

Durch die Polizei wurden Spuren gesichert und ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Der Zentrale Kriminaldienst hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und ist auf der Suche nach möglichen weiteren Opfern der Tat sowie Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Diese können sich unter der Rufnummer Tel. 0441/ 790-4115 melden.


 

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