Liebfrauenschülerin liefert beste Argumente

Artikel vom 15.04.2022

Karsten Röhr

Landessiegerin Amelie Heinke (17) mit Lehrerin Andrea Meier-Gerhard, die an der Liebfrauenschule auch Koordinatorin für „Jugend debattiert“ ist. Bild: Christian Kuhl

Eine 17-jährige Oldenburgerin hat den Wettbewerb „Jugend debattiert“ auf Landesebene gewonnen. Jetzt darf Amelie Heinke im Juni beim Bundesfinale in Berlin teilnehmen.

Einen großartigen Erfolg kann die Liebfrauenschülerin Amelie Heinke feiern: Die 17-Jährige hat den Landessieg im Wettbewerb „Jugend debattiert“ geholt. Erst vor kurzem hatte sie zudem einen der ersten Plätze beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen belegt.

Jury Überzeugt

Beim Online-Finale des Landeswettbewerbs hat die Schülerin des 13. Jahrgangs des Oldenburger Gymnasiums sich ganz oben aufs Treppchen argumentiert. „Das ist ein fantastisches Ergebnis angesichts der hundert Schulen in insgesamt 16 Regionalverbünden, die in Niedersachsen an diesem bundesweiten Wettbewerb teilnehmen“, sagt LFS-Lehrerin Andrea Meier-Gerhard.

Nach zwei Qualifikationsrunden hatte Amelie im digitalen Format mit drei anderen Finalisten das Thema „Soll es verboten werden, Polizisten beim Einsatz zu filmen?“ debattiert und die Jury „durch ihre große Sachkenntnis und ihre souverän eingesetzte Überzeugungskraft und Gesprächsfähigkeit“ hinter sich gebracht. Die Finaldebatte lief laut der Jury-Vorsitzenden „auf höchstem Niveau“, die vier Debattanten hätten „mit größtem Respekt vor der Meinung der Anderen um die juristischen, medienpolitischen und psychologischen Aspekte dieser sehr komplexen Frage gerungen“.

Amelie Heinke ist seit der 8. Klasse im Projekt „Jugend debattiert“ an der Liebfrauenschule, das von Andrea Meier-Gerhard seit 2008 koordiniert wird. Schon mehrfach hat sie es über die Schul- und Regionalverbundebene auf Landesebene geschafft und im Landtag in Hannover zu aktuellen gesellschaftlichen Themen debattiert. In ihrem letzten Jahr als Schülerin der LFS kann sie nun den Preis für den Landessieg, ein Siegerseminar auf Burg Rothenfels, entgegennehmen und im Juni in Berlin am Bundeswettbewerb mit den je zwei besten Debattanten ihrer Altersgruppe aus 16 Bundesländern argumentativ ihre Kräfte messen.

Das bringt es

Die Schüler erwerben eine Vielzahl von Fähigkeiten, von denen Sie nicht nur im Unterricht profitieren, sagen die Veranstalter: „Frei reden und Dinge anschaulich und präzise auf den Punkt bringen, einen eigenen Standpunkt finden und diesen vertreten, aufmerksam zuhören und auf andere eingehen, gegensätzliche Meinungen aushalten und Konflikte mit Worten lösen.“

Im Wettbewerb dauert eine Debatte 24 Minuten. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position – Pro oder Contra – darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Debattanten eine Minute zur Verfügung. Eine Jury bewertet die Teilnehmer öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Sie stehen dahinter

Jugend debattiert steht unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Bundesweit findet der Wettbewerb an rund 1400 Schulen statt. Seit zwanzig Jahren wird damit sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung gefördert. Es ist das größte privat finanzierte Programm zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. „Jugend debattiert“ beginnt ab Klasse 5, ab Klasse 8 können Schülerinnen und Schüler am bundesweiten Wettbewerb teilnehmen, der in zwei Altersgruppen ausgetragen wird (für die Klassen 8-10 und die Jahrgangsstufen 10-13). Bundessieger werden in das Alumniprogramm von „Jugend debattiert“ und das Programm „fellows & friends“ der Hertie-Stiftung aufgenommen.


 

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