Mit „Wut“ einen Volltreffer gelandet

Artikel vom 20.03.2022

Friederike Liebscher

Die Schülerinnen Katharina Zedler und Chiara Lea Bremer, Kunstschulleiterin Deliane Rohlfs und Malte Wulf, Vorsitzender des Landesverbandes der Kunstschulen (von links). Bild: Friederike Liebscher

Beim Zeichenfestival der Oldenburger Kunstschule konnten Schülerinnen und Schüler ihre Gefühle zum Thema „Wut“ ausdrücken. Für das Projekt gab es nun eine Auszeichnung vom Landesverband.

Was kommt heraus, wenn man Jugendlichen mitten in der Corona-Zeit eine künstlerische Aufgabe zum Thema „Wut“ und eine Woche Zeit für die Umsetzung gibt? Emotionale Arbeiten, überraschende und manchmal auch erschreckende Einblicke in die Gefühlswelt der jungen Menschen – und seit dieser Woche auch eine ganz besondere Auszeichnung: Das Projekt des Zeichenfestivals im vergangenen Jahr wurde nun mit dem Winterprädikat des Landesverbandes der Kunstschulen ausgezeichnet. Die Urkunde wurde vom Vorsitzenden Malte Wulf an Kunstschulleiterin Deliane Rohlfs überreicht.

Georg Lisek, Künstler aus Leipzig, begleitet das Zeichenfestival an der Kunstschule seit 2017. „Als ich das erste Mal eingeladen wurde, dachte ich, Zeichnungen und Festival, das passt nicht zusammen. Dann dämmerten mir die Chancen für dieses Format. Es geht um Innovation. Wir gehen raus in die Stadt, arbeiten mit der Stadt für die Stadt“, berichtet er. „Es geht überhaupt nicht darum, nette Zeichnungen zu machen. Und die Arbeiten von den Jugendlichen sind oft klüger als wir selbst“, erklärt er. Das Thema Wut wäre sehr emotional und intim gewesen. „Aber es ist auch gesellschaftlich relevant. Die Wut des Einzelnen ist nie egal“, so Lisek.

Deliane Rohlfs freute sich über die Auszeichnung. „Und ich möchte meinen Dank aussprechen, dass sie sich auf das Abenteuer mit uns eingelassen haben“, dankte sie den Vertretern der Oldenburger Schulen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) hob die Bedeutung der Kunstschule für die Stadt hervor. „Diesen Preis haben Sie für mich nicht nur für dieses Projekt gewonnen, sondern für ihre tolle Arbeit insgesamt“, sagte er.


 

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