Möbel Buss gibt’s bald auch im Herbartgang

Artikel vom 12.01.2022

Karsten Röhr

Wo früher „Du Nord“ im Herbartgang war, wird ab dem Frühsommer Möbel Buss mit einem neuen Küchenstudio vertreten sein. Das Betonrelief über dem Eingang unter dem Titel „Merkur/Alter und neuer Handel“ stammt von Georg Schmidt-Westerstede aus dem Jahr 1965. Bild: Karsten Röhr

Der Herbartgang erhält Zuwachs durch ein Küchenstudio von Möbel Buss auf zwei Etagen. Schimmeroth frisiert ab März hundert Meter weiter. Und ein ehemaliger „boesner“-Mitarbeiter eröffnet am Core.

Möbel Buss wird mit einem Küchenstudio auf die ehemalige „Du Nord“-Fläche im Herbartgang ziehen. Du Nord ist mit seinem Modegeschäft jetzt am Waffenplatz/Heiligengeistwall (und auf Norderney). Oliver Haß, der in der Buss-Geschäftsleitung für Marketing und Vertrieb zuständig ist, sagte am Mittwoch auf Anfrage: „Wir sind seit 16 Jahren mit Möbel Buss in Oldenburg und seit 40 Jahren in Ostfriesland. Wir fühlen ins in Oldenburg angekommen. Wir kommen unseren Kunden Richtung Innenstadt entgegen, denn wir sind Fans der Innenstadt und wir glauben an die Innenstadt.“

Das Unternehmen sei nicht zufällig auch seit vielen Jahren im CMO aktiv. In dem Ladenlokal im Herbartgang stünden zwei vollwertige Etagen zur Verfügung. Drei Küchen würden unten und eine oben aufgebaut. Es sollen „besondere Küchen“ sein, mit denen wir zeigen, wie man mit verschiedenen Platzsituationen, Materialien und Geräten umgehen kann und Lust machen, in unserem Haus am Oldeweg vorbeizuschauen, in dem wir weitere 66 Küchen zeigen“. Das Küchenstudio solle „mit Mitarbeitern ausgestattet werden, die täglich präsent“ seien. Genutzt werden solle auch „die gute kulinarische Nachbarschaft zu Schmitz und der Brasserie“, auch für Veranstaltungen. Der Start ist für den Frühsommer geplant.

Schimmeroth

Umziehen wird der Friseur Schimmeroth im März vom Lefferseck an die Heiligengeiststraße 25, in der zuletzt der Friseur Jens Runge einen Standort hatte. Das komplette zehnköpfige Team wechselt dorthin. Gerriet Schimmeroth sagte am Mittwoch: „Es wird moderner und frischer, wird werden einiges neu gestalten und sicher auch ein paar Dinge mitnehmen.“ Die jetzt noch relativ offene Fläche am neuen Standort werde anders und auch wieder „intimer gestaltet“.

„Core“

Ins City Center Oldenburg (CCO) mit dem neuen „Core“ an der Heiligengeiststraße soll ein Geschäft für Kunstbedarf ziehen. Der Oldenburger Michalis Charpantidis, der 16 Jahre lang für das Künstlerbedarfsgeschäft „Boesner“ gearbeitet hat, bestätigte am Mittwoch, dass er auf der ehemaligen Fläche von „Hair Express“ plane und dort mit „M-Art“ eröffnen wolle. Rückenwind für den Sprung in die Selbstständigkeit gibt auch die Wirtschaftsförderung. Charpantidis sagte: „Bei ,boesner’ lief das sehr gut, viele Oldenburger kennen mich auch daher, es kann ohnehin kein Mensch begreifen, dass da kein neuer Standort gesucht wurde. Ich kenne die Kunstszene in Oldenburg und umzu. Und die Lage, die ich dafür hier am ,Core’ bekommen kann, ist super.“

Auf den 130 Quadratmetern wird er ein Kernsortiment verkaufen, aber auch „flexibel reagieren“ und auch dem Thema Einrahmungen besondere Aufmerksamkeit schenken: „Das wird ein großes Thema sein“, sagte Charpantidis. Wenn alles gut laufe, könne er Mitte oder Ende Februar starten.

Stadtbäckerei-filiale

Die Stadtbäckerei hat ihr Ladenlokal an der Lange Straße neben (ehemals) C & A geschlossen. Auf einem Zettel an der Scheibe wurden die Kunden am Mittwoch informiert, dass die Filiale „schweren Herzens“ geschlossen werde. „Corona und die Folgen“ hätten dem Innenstadtgeschäft „in den letzten zwei Jahren stark zugesetzt“. Stadtbäcker Jan Schröder, der am Mittwoch persönlich nicht erreichbar war, danke „für die teilweise jahrzehntelange Treue“ und hoffe, sie in einer anderen Filiale begrüßen zu können. So werde er auch die Filiale an der Hauptstraße „in Kürze wieder eröffnen“. An der Hauptstraße war bereits einmal kurz wieder geöffnet und dann wieder geschlossen worden. Vor kurzem hatte die Stadtbäckerei angekündigt, die seit längerem geschlossene Filiale im Degode-Haus nicht weiterzuführen. Auch an der Ammerländer Heerstraße/Schützenweg ist seit Monaten geschlossen.

In dem Haus an der Lange Straße 31 war die Stadtbäckerei mit Verkauf und Café lange vertreten, früher war hier das Aufschnitt- und Delikatessengeschäft von Walter Hannemann, später die Central-Drogerie von Paul Otte, dann der Kosmetik-Salon Apart von Ursula Friedrich.


 

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