Hoffnung auf Verbesserung

Unterzeichneten die Planungsvereinbarung zum Bahnübergang Am Stadtrand (von links nach rechts): Frank Sammler und Detlef Barner (Deutsche Bahn Netz AG) und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. BILD: STADT OLDENBURG/STÜBER

OLDENBURG – Die Verkehrssituation in Ofenerdiek im Umfeld des Bahnübergangs Am Stadtrand ist seit vielen Jahren nicht nur den Anwohnern ein Dorn im Auge. Auch viele Pendler leiden unter den ständigen Schließzeiten der Bahnschranken. Dass diese zudem immer wieder einmal halbseitige Aussetzer haben und zu gefährlichen Situationen führen, ist ein weiterer Aspekt, der gleichermaßen Autofahrer, Radler und Fußgänger schier verzweifeln lässt.

Änderung des Übergangs

Kommt jetzt Bewegung in die ganze Angelegenheit? Zumindest haben Stadt Oldenburg und Deutsche Bahn Netz AG eine Planungsvereinbarung zur Verbesserung des Bahnübergangs „Am Stadtrand“ im Stadtteil Ofenerdiek unterzeichnet.
Ziel der Untersuchung ist es, den Nachweis einer verkehrstechnischen Notwendigkeit zur Änderung des Bahnübergangs für die Kostenträger (Bund, Land, DB) zu liefern. Mögliche Alternativen sind dabei die Beibehaltung eines höhengleichen Bahnübergangs oder der Bau einer Unterführung der Eisenbahnstrecke.
Ermittelt werden soll, welche konkreten Verbesserungen die verschiedenen Varianten in Bezug auf Radfahrer, Fußgänger und Autoverkehr bringen. Im Ergebnis besteht offenbar Einigkeit, dass im Rahmen der städtebaulich neuen Entwicklungen in Ofenerdiek auch für den Bahnübergang eine neue Lösung gefunden werden muss, die den Verkehrsablauf optimiert.

Büro beauftragt

Der Verwaltungsausschuss hatte im Juli einstimmig das Ingenieur-Büro Bernard Gruppe aus Berlin beauftragt, die Verkehrsverhältnisse im Umfeld des Bahnübergangs zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen Grundlage sein für die in Aussicht stehenden Verbesserungsvarianten. Das Büro hat den Übergang bereits im Rahmen des Planfeststellungsabschnitts 1 der Ausbaustrecke Oldenburg-Wilhelmshaven wechselseitig im Auftrag von Stadt und Bahn untersucht.
Laut Stadt verfügt das Büro somit über „erhebliche Expertise, insbesondere bezüglich der vorhandenen Signaltechnik auf der Straße und der Schiene“. Unter Berücksichtigung der neuen Zugverkehrsprognose 2030 soll so eine sichere Berechnung und Simulation der Verkehrsverhältnisse in Ofenerdiek auch für verschiedene Unterführungsvarianten erfolgen. Das Thema soll auch zeitnah in den beiden zuständigen Ausschüssen behandelt werden: am 20. September im Verkehrsausschuss und zwei Tage später im Ausschuss für Bahnangelegenheiten.
Der Bahnübergang Am Stadtrand in Ofenerdiek sorgt teilweise für erhebliche Verkehrsprobleme im Stadtteil. Sind die Schranken geschlossen – und das ist täglich mehr als 50-mal der Fall – bilden sich teilweise lange Staus in den zuführenden Straßen auf beiden Seiten der Schranken.

„Noch keine Unterführung“

Kritik kommt von Hendrik Klein-Hennig, Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverband Nord-Ost. Vom vermeintlichen Wahlgeschenk des Oberbürgermeisters sollten sich Bürger und Stadtrat nicht täuschen lassen. „Eine Planungsvereinbarung ist noch lange kein klares Bekenntis zum Bau einer dringend benötigten Bahnunterführung. Die Planungsvereinbarung kann lediglich als Ergebnis haben, dass die Schranken in einer fernen Zukunft getauscht oder eines Tages elektronisch gesteuert werden. Ein bindender Ratsbeschluss, der die Verwaltung klar zum Bau einer Unterführung verpflichtet, fehlt nach wie vor.“


 

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