So laufen die Geschäfte nach dem Fest in Oldenburg

Artikel vom 07.01.2022

Lina Boekhoff

Oliver Dieckmann löst bei Saturn-Mitarbeiterin Sabine Presser einen Gutschein ein. Bild: Sascha Stüber

Viele Weihnachtsgeschenke wurden mit Freude angenommen, einige müssen umgetauscht und andere erst noch eingelöst werden. So sieht das Geschäft nach Weihnachten in der Oldenburger Innenstadt aus.

Nach dem Weihnachts-Lockdown im vergangenen Jahr herrscht in diesem Jahr direkt nach Weihnachten vielfach relativ gute Stimmung in der Oldenburger Innenstadt. Menschen bummeln durch die Straßen, lösen ihre Weihnachtsgeschenke in Form von Gutscheinen ein oder tauschen um, was nicht passt oder gefällt.

Das Umtauschgeschäft halte sich aber in Grenzen, heißt es aus Händlerkreisen, auch wenn die Tage nach Weihnachten bekanntlich die Hauptzeit dafür sind.

Grund dafür ist vor allem der vermehrte Kauf von Gutscheinen in der Vorweihnachtszeit. Ausschlaggebend ist laut Marion Jedzig vom Modehaus Leffers vor allem die Vorsicht der Kunden beim Kauf von Geschenken in diesem Jahr. Die Devise der Verschenker lautete: Mit einem Gutschein bin ich auf der sicheren Seite.

Anderes Kaufverhalten

Auch Holger Klar von Bruns Männermode stellt fest: „Tendenziell findet das Weihnachtsgeschäft immer mehr nach Weihnachten statt!“ Die Gutscheine werden dort in den Tagen „zwischen den Jahren“ auch schon fleißig eingelöst. „Viele dieser Gutscheine werden von Leuten eingelöst, die nur über Weihnachten zu Besuch bei ihrer Familie sind und danach erstmal nicht wieder nach Oldenburg kommen.“

Laut Maximilian Hallerstede, Geschäftsführer von Hallerstede Lederwaren, habe sich das Kaufverhalten der Kunden generell verändert. Weniger Leute machten einen entspannten Stadtbummel und Spontankäufe; die meisten Kunden kämen mit einer genauen Vorstellung und Zeit für Beratung ins Geschäft, um von Anfang an das richtige Produkt zu kaufen. So könne ein Umtausch und ein erneuter Stadtbesuch in vielen Fällen vermieden werden.

Er sagt auch, dass sich die Innenstadt langsam wieder mit Bummlern und Spaziergängern fülle, denn „mit der FFP-2 Maskenpflicht wissen die Leute woran sie sind“.

Positiver Ausblick

Im Schreibwarengeschäft Onken und in der Buchhandlung Bültmann & Gerriets sieht das ähnlich aus, es gebe bisher kaum Umtausch. Auffällig war hier ebenfalls der gute Verkauf von Gutscheinen, die bereits zahlreich eingelöst werden.

Auch im Spielwarengeschäft Scharrmann’s wird nur wenig umgetauscht: „Ein paar Umtausche gibt es immer, aber wer gut berät, tauscht wenig um!“, sagt dazu Mitarbeiter Tobias Georg.

Die befragten Händler äußern sich im Hinblick auf die Zukunft weitgehend positiv und mit Dankbarkeit für das aktuelle Geschäft, auch wenn es noch lange nicht vergleichbar mit dem vor der Pandemie sei. Angemerkt wird dabei auch die gute und entspannte Stimmung der Kunden und die vorbildliche Einhaltung der Corona-Maßnahmen.


 

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