Mit Abstand in großer Gemeinschaft

Von Torben Rosenbohm

Auf solche Bilder wird man 2020 beim Brunnenlauf verzichten müssen. Aktiv sein können Lauf-Fans aber dennoch: beim Sololauf. ARCHIVBILD: ROSENBOHM

So sehr viele Läuferinnen und Läufer ihre Sportart gerade dafür schätzen, einfach mal abschalten zu können, so sehr freuen sich viele von ihnen auch auf regelmäßige Wettkämpfe mit Hunderten, oft Tausenden Teilnehmern. Derzeit allerdings ruhen Veranstaltungen – betroffen sind in der Coronakrise entsprechend auch Volksläufe.

Ein Beispiel unter vielen: Der Brunnenlauf in Eversten. Das traditionsreiche Treffen der Laufsportbegeisterten aus der Region sollte in diesem Jahr zum 20. Mal stattfinden, doch der Lauf zum runden Geburtstag am 7. Juni musste abgesagt werden. Damit entfällt natürlich auch das immer parallel zum Brunnenlauf angesetzt Straßenfest entlang der Hauptstraße.

Sportlich soll es 2020 aber dennoch werden: Die Veranstalter haben sich entschieden, einen „Sololauf“ auszurufen, der es möglich macht, am eigentlichen Brunnenlauf-Wochenende aktiv zu sein und Gutes zu tun. Jeder Lauf-Fan kann sich online unter www.ise-sololauf-oldenburg.de/ für eine der üblichen Distanzen anmelden (2.000 oder 2.400 Meter für Schülerinnen und Schüler, 6.700 Meter beim Firmen-/Schnupperlauf oder 10.000 Meter) und dann die gewählte Distanz zwischen dem 6. und 8. Juni alleine bestreiten.

Mit der Anmeldung bekommt jeder per Mail eine Startnummer zum Ausdrucken und einen Link, denn die gelaufene Zeit wird an die Veranstalter online übermittelt. Dazu muss ein Beweis mitgeliefert werden – beispielsweise ein Screenshot mit der erfassten Strecke und Zeit aus einer entsprechenden App. Fair geht vor, heißt es natürlich beim ganzen Unterfangen.

Das Brunnenlauf-Team bittet gleichzeitig um finanzielle Unterstützung: „Wir sammeln Spenden für neue Bäume im Eversten Holz. Da im Eversten Holz bei den letzten Stürmen viele Bäume umgefallen sind und wir schon seit 20 Jahren dort laufen dürfen, möchten wir etwas für unseren Wald tun“, heißt es seitens der Veranstalter. „Vielleicht wird es ja sogar eine kleine Allee, durch die wir in 20 bis 30 Jahren laufen und uns an dieses Krisenjahr erinnern werden.“


 

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