Stadt schlägt Achterdiek als Fahrradstraße vor

von Patrick Buck

Ein typisches Bild: Viele Fahrradfahrer sind auf dem Achterdiek unterwegs, immer wieder überholt werden sie von Autos. BILD: Patrick Buck

Folge wäre Vorrang für Radfahrer – Beliebte Ausflugs- und Verbindungsroute

OLDENBURG. (pab) Für Fahrradfahrer ist er wie gemacht: Der Achterdiek verbindet den Niedersachsendamm auf fast gerader Linie mit dem südlichen Ende der Hundsmühler Straße und der Hunoldstraße in Hundsmühlen.

Sowohl als Ausflugsroute als auch als schnelle Verbindung in die Innenstadt ist die Straße gern genutzt – allerdings auch von Autofahrern. Dagegen will die Stadt offenbar ein Zeichen setzen.

Vorrang für Radfahrer

Wie der Leiter des Amts für Klimaschutz und Mobilität Norbert Korallus im Verkehrsausschuss mitteilte, schlägt die Stadt vor, den Achterdiek zur Fahrradstraße zu machen. Aus der Anliegerschaft habe es den Wunsch nach einer Sperrung für den Fremdautoverkehr gegeben. Davon hält die Stadt allerdings grundsätzlich wenig. Solche Beschlüssen könnten Begehrlichkeiten in anderen vom Verkehr stark betroffenen Straßen wecken.

Als Alternative legt die Verwaltung nun die Ausweisung als Fahrradstraße vor. Die Folge wäre, dass Fahrräder am Achterdiek Vorrang hätten, sie dürften dann auch grundsätzlich nebeneinander fahren. Für Autos und andere Fahrzeuge kann die Straße zusätzlich freigegeben werden (wovon in diesem Fall auszugehen ist).

Es gilt allerdings maximal Tempo 30, ein Überholen ist innerorts mit einem Sicherheitsabstand von 1,50 Meter erlaubt. Das könnte Autofahrer besonders im südlichen Abschnitt des Achterdiek ausbremsen.

Beliebtes Ausflugsziel

Dort ist die Straße nach Angaben der Verwaltung lediglich zwischen 3,50 und 4,50 Meter breit (weiter nördlich 4,50 bis 5,50 Meter). Genau das dürfte allerdings die Intention der Stadt sein: Dass die Autofahrer lieber über den Westfalendamm fahren. Allerdings gibt es nicht nur den Durchgangsverkehr, sondern auch diejenigen Autofahren, die den Achterdiek als Ausflugsziel gezielt ansteuern und dort parken, zum Beispiel Jogger, Spaziergänger und Wassersportler.

Laut Norbert Korallus wäre eine Ausweisung als Fahrradstraße über eine Beschilderung kurzfristig möglich. Später könne man dann schauen, ob zur Unterstützung bauliche Veränderungen nötig sind.

In der Fahrradstraße Haarenufer zum Beispiel wurden im Laufe der Jahre die Parkplätze am Straßenrand gestrichen.

Da die Verwaltung das Thema spontan und ohne eigenen Tagesordnungspunkt im Ausschuss vorlegte, äußerte sich die Politik noch nicht zu dem Vorschlag. Er soll im nächsten Verkehrsausschuss im Juni diskutiert werden.


 

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