Stadt zieht Bilanz des Lambertimarkt-Wochenendes

Artikel vom 23.11.2021

von Chelsy Haß

War am Wochenende gut besucht: Der Oldenburger Lambertimarkt findet in diesem Jahr unter strengeren Auflagen statt. Bild: Sascha Stüber

Seit knapp einer Woche ist der Lambertimarkt in Oldenburg geöffnet. Vor allem am Wochenende war er gut besucht und laut der Stadt wurden die Regeln eingehalten. Das sehen jedoch nicht alle so

Am Wochenende lagen in der Oldenburger Innenstadt der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln in der Luft. Es war das erste Lambertimarkt-Wochenende in diesem Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie muss derzeit jedoch einiges anders laufen. So wurden Abstände vergrößert, die Anzahl der Becher begrenzt und ein 3G-System eingeführt, das mit Bändchen kontrolliert werden soll.

Sowohl die Stadtverwaltung als auch Michael Hempen vom Oldenburger Schaustellerverband ziehen eine erste positive Bilanz. Sowohl am Freitag-, als auch am Samstagabend war der Markt laut Einschätzung der Stadtverwaltung gut besucht. „Das Hygienekonzept ist aus unserer Sicht insgesamt gut umgesetzt worden. An den Ausschänken kam es zu keinem Gedränge“, sagt Stadtsprecher Stephan Onnen. Zu keinem Zeitpunkt sei es so voll gewesen, dass die roten Lampen (sie hätten eine Überfüllung signalisiert) aktiviert werden mussten.

„Wir haben nicht gewusst, was auf uns zukommt, aber sind positiv überrascht worden“, sagt Hempen und lobt in diesem Zusammenhang das Hygienekonzept der Stadt Oldenburg. „Die Vorschriften sind von den Marktbesuchern eingehalten worden“, so Hempen. In den Gängen sei es laut Onnen zwar gelegentlichen zu Engstellen gekommen. „Diese entstanden in erster Linie, weil Gruppen im Gang stehengeblieben waren“, erklärt er. Erste Maßnahmen, wie das Aufstellen weiterer Stehtische im Bewirtungskorridor, seien bereits getroffen worden.

Während die Stadt positiv auf das Wochenende zurückblickt, gibt es Kritik von einigen Marktbesuchern. In den Sozialen Medien schildern sie, dass sie an den Verzehrständen teilweise nicht nach ihren Armbändern gefragt worden seien. Die Bändchen, die als 3G-Nachweis dienen und an Imbiss- und Ausschankbetrieben sowie weiteren Stellen in der Stadt erhältlich sind, müssen vor dem Kauf von Speisen und Getränken vorgezeigt werden. „Ich habe das Dauerbändchen und musste es genau ein Mal vorzeigen“, schildert ein Facebook-Nutzer. Ein anderer schreibt, er habe beobachtet, wie einige Marktbesucher ihren digitalen Impfnachweis vorzeigten und dann ihre Getränke bekamen, ohne ein Bändchen zu tragen.

Michael Hempen kann diese Schilderungen nicht nachvollziehen. „Aus unserer Sicht wurden die Regeln eingehalten und kontrolliert“, sagt er und ergänzt: „Die Stadt Oldenburg und allen voran Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigt mit der Durchführung des Lambertimarkts, dass wir lernen müssen, mit dem Coronavirus zu leben und dass jeder eine gewissen Verantwortung mittragen muss.“

Ob und inwieweit weitere Maßnahmen notwendig werden, soll in den nächsten Tagen stadtintern abgestimmt werden, so Stadtsprecher Onnen. Nachdem der Markt am Totensonntag geschlossen blieb, erwartet die Stadtverwaltung an den ersten Wochentagen zunächst einmal wieder weniger Publikum.


 

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