Unser Zoll macht Kasse

Von Fabian Speckmann

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauptzollamtes Oldenburg haben eine beeindruckende Bilanz für das vergangene Jahr 2019 vorgelegt. BILD: ZOLL

Oldenburg. „Unsere Bilanz spricht an dieser Stelle für sich“, sagt Regierungsdirektorin Astrid Gessler, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, zur zurückliegenden Jahresbilanz. Eine selbstbewusste Aussage, die allerdings auch ihren Grund hat. Mehr als eine Milliarde Euro wurde vereinnahmt. Einen Schwerpunkt bildete neben den klassischen Steuereinnahmen dabei der Kampf gegen die Schwarzarbeit. Insgesamt wurden 940 Arbeitgeber kontrolliert und dabei 11.000 Arbeitnehmer genauer unter die Lupe genommen.

Untersuchungen, die sich gelohnt haben, denn dadurch wurde ein finanzieller Schaden in Höhe von 7,4 Millionen Euro aufgedeckt. Mehr als 12.000 Quadratkilometer umfasst das Gebiet des Hauptzollamtes Oldenburg, das von Papenburg über Wilhelmshaven bis in die Wesermarsch sowie nach Cuxhaven und Stade reicht. Eine riesige  Fläche, die übrigens rund um die Uhr „bearbeitet“ wird, denn im Hauptzollamt sind die Kontrolleinheiten im 24-Stunden-Schichtbetrieb tätig.

Neben dem Kampf gegen die Schwarzarbeit ist auch das Unterbringen und Aufdecken von Schmuggel ein großes Thema. Im Postverkehr etwa sind mehr als 7.000 Einzelartikel  untersucht worden. Mit schöner Regelmäßigkeit stießen die Beamten dabei auf Produkte aus den Bereichen Bekleidung, Spielzeug oder Elektro, die mehrheitlich in Fernost hergestellt worden sind und Markenschutzrechte verletzten.

Eine weitere große Aufgabe ist der andauernde Kampf gegen den Drogenschmuggel. Auch auf diesem Gebiet wurde im vergangenen Jahr eine Erfolgsbilanz geschrieben. Bei 1.230 Untersuchungen wurde der Zoll fündig. Dabei fanden die Beamten insgesamt 50 Kilogramm Rauschgift aus dem kriminellen Handel, vornehmlich Haschisch, Marihuana und Amphetamine. „In der Gesamtheit haben wir 2019 knapp 70.000 Fahrzeuge und Einzelpersonen kontrolliert. Ich verrate sicher kein Geheimnis, wenn ich den Kampf gegen den Drogenschmuggel im Grenzraum zu den Niederlanden als Kontrollschwerpunkt bezeichne“, sagt Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg.

Insgesamt sind darüber hinaus im vergangenen Jahr  1.925 Verfahren wegen Straftaten abgeschlossen worden. Dabei wurden Freiheitsstrafen ausgesprochen, die sich auf 28 Jahre summieren.


 

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