Viel Arbeit vor blau-weißer Party beim VfB Oldenburg

Artikel vom 03.06.2022

Jan Zur Brügge

Rund 600 VfB-Fans waren in Berlin dabei – im Marschwegstadion sind es am Samstag annähernd 11.000. Bild: Volkhard Patten

Vor dem Rückspiel des VfB Oldenburg in der Relegation zur 3. Liga rüsten sich Team, Verein, Polizei und alle weiteren Beteiligten für das zweite Duell mit Dynamo Berlin. Auch ein Fanmarsch durch die Stadt ist wieder geplant.

„Auf geht’s – Oldenburg“, stand am vergangenen Samstag vor dem Hinspiel der Relegation zur 3. Liga bei Dynamo Berlin auf dem großen, blau-weißen Banner, mit dem die VfB-Fans in der Arena des Gegners im Sportforum Hohenschönhausen für eine Gänsehaut-Atmosphäre sorgten. Auch die folgenden gut 90 Minuten wurden eine von zwei Kopfballtoren von Robert Zietarski zum 2:0-Sieg gekrönte, blau-weiße Party. Von der weinrot-weißen Fußball-Leidenschaft, mit der der BFC zuvor in der Regionalliga Nordost zur Meisterschaft gestürmt war, zeigten die Gastgeber an diesem Tag zu wenig.

Eingeschenkt

„Wir sind erst Halbzeit-Aufsteiger“, warnt VfB-Geschäftsführer Michael Weinberg aber davor, den Rivalen von der Spree angesichts der komfortablen Ausgangslage jetzt im Rückspiel an diesem Samstag (14 Uhr, Marschwegstadion ab 12 Uhr geöffnet) auf die leichte Schulter zu nehmen.

Die Berliner Bären, als die die erfahrene wie robuste Mannschaft durchaus zu bezeichnen wäre, wurden im eigenen Stadion zwar bei zwei Standardsituationen von den Oldenburgern an der Nase herumgeführt. Das Hauptstadt-Team um Torjäger Christian Beck wird aber versuchen, sich in diesen Tagen aufzurappeln, um am Marschweg mit sportlicher Tatze zurückzuschlagen und sich keine Tore mehr einschenken zu lassen.

Eingeheizt

Auf der anderen Seite bereitet sich das VfB-Team um Trainer Dario Fossi in dieser Woche intensiv darauf vor, die blau-weiße Fußball-Euphorie in der Stadt im Heimspiel weiter anzuheizen. Am Samstag sind deutlich mehr als 10?000 Heimfans dabei. Nachdem der Meister der Regionalliga Nord am Sonntag verkündet hatte, dass es für das Rückspiel nur Restkarten gibt, waren auch diese rasch vergriffen.

Eingeladen

In Berlin durften unter den etwa 5000 Zuschauern im Sportforum Hohenschönhausen rund 600 VfB-Fans sein. Im Gegenzug sind für das Duell in Oldenburg aufgrund der größeren Gesamtkapazität 1300 Dynamo-Anhänger eingeladen. Erst sollten 1200 Tickets an den BFC gehen, der aber gern 1700 gehabt hätte. Wie viele Menschen den Hauptstadt-Club nach der Hinspielpleite begleiten, wird sich zeigen. Für den Fall, dass das Kontingent nicht ausgenutzt wird, dürfen die Oldenburger aber keinesfalls auf Ticket-Rückläufer für den Gästeblock hoffen. Das Duell ist ein Hochrisikospiel, bei dem eine strikte Trennung der beiden Lager herrscht.

Eingeschränkt

In der rund 15?000 Zuschauer fassenden Arena am Marschweg sind aus Sicherheitsgründen für das Relegationsduell 12?000 Besucher zugelassen. Unter anderem sind die Blöcke rechts und links neben dem zum Parkplatz unter der Autobahn gelegenen Gästebereich gesperrt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und wird unter anderem frühzeitig Marschweg, Autobahnabfahrt und den dortigen Parkplatz abriegeln. „Mit dem Auto zu kommen, davon ist abzuraten“, sagt Weinberg auch mit Blick auf weitere Verkehrsbehinderungen, die es in der Stadt wegen der Anreise der BFC-Fans mit Bus und Bahn und des erneuten Fanmarsches der VfB-Anhängerschaft geben wird. Um 10 Uhr soll die blau-weiße Party am Waffenplatz beginnen.


 

Blaulicht-Ticker

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