Wort der Zuversicht für den 14. Mai

Von Pastorin Gudrun Lupas

Nach Hause kommen

Am vergangenen Sonntag durften wir zum ersten Mal nach vielen Wochen wieder Gottesdienste feiern. Für mich fühlte das sich wie ein „nach Hause kommen“ an: Der vertraute große Kirchraum der Martin-Luther-Kirche, das Sonnenlicht, das sich in den Fenstern spiegelt, die Orgelmusik, die Farben und Geräusche, die Menschen, die ich wiedergesehen habe. So vertraut und doch fremd zugleich.

Es war, als ob ich von einer langen Reise wieder zurückkomme, nach Hause: Alles steht noch auf seinem Platz, es riecht vertraut, ich kenne alles und doch fühlt es sich irgendwie seltsam fremd an. Wir saßen auf Abstand, haben unsere Hände am Eingang desinfiziert und den Nasen- Mundschutz nach Betreten der Kirche wieder in unsere Tasche gesteckt. Wir haben uns nicht die Hände geschüttelt und uns nicht umarmt. Wir durften nicht singen. Der mir sonst so vertraute Kirchraum hat mir dann wiederum doch nicht die gewohnte Sicherheit geboten und zugleich hat er mich eingeladen, Vertrauen wieder zu wagen.
Und ich habe meine Sehnsucht gespürt: Nach Geborgenheit, nach Vertrautheit, nach Gemeinschaft, nach guten Worten, nach einer Umarmung – nach Gott.

„Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaoth!
Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn;
Mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen-
deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.
Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die loben dich immerdar.“ (Psalm 84).

Ich bin nach Hause gekommen. Ich bin dankbar.


 

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