Reetdachhaus nach Brand unbewohnbar

Wurde ein Raub der Flammen: das Landhaus in Osteel. Die Polizei schätzt den Schaden auf 500 000 Euro. Foto: Feuerwehr

Von Jens Tammen


Osteel. Ein Feuer hat an Himmelfahrt ein Reetdachhaus in Osteel unbewohnbar gemacht. Die Bewohner des umgebauten ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes bemerkten gegen 8.40 Uhr Rauch im gesamten Wohnraum. Sie wählten den Notruf und unternahmen erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher.


Zunächst wurde die Freiwilligen Feuerwehr Brookmerland in den Moortunweg alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde die Alarmstufe erhöht und die Drehleiter und der Schlauchwagen der Feuerwehr Norden sowie das DRK mit der Schnelleinsatzgruppe Sanität zur sanitätsdienstlichen Absicherung alarmiert. Im Einsatzverlauf wurde zusätzlich der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Norden alarmiert.


Der Rettungsdienst kümmerte sich um die beiden unverletzten Bewohner des Hauses.


Der Brand dehnte sich aus dem Erdgeschoss auf das Dach aus, welches mit Reet eingedeckt war. Dieses erschwerte die Löscharbeiten, da Löschwasser nur schwer in Reetdächer eindringen kann, so Kreisfeuerwehrsprecher Manuel Goldenstein.


Um die schwierigen Löscharbeiten zu unterstützen wurde ein Bagger angefordert, der das Reetdach abdeckte. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden an, teilte Goldenstein mit.


Für die Dauer des Einsatzes musste der Moortunweg voll gesperrt werden. Der Schaden wird von der Polizei auf rund 500 000 Euro geschätzt. Das Haus ist unbewohnbar. Im Einsatz befanden sich rund 100 Einsatzkräfte, 20 Löschfahrzeuge und zwei Fahrzeuge des DRK. Hinzu kamen der Rettungsdienst des Landkreises Aurich mit einem Rettungswagen (RTW), der Energieversorger, die Untere Wasserbehörde des Landkreis Aurich und die Polizei. 

 

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