Ein Fest für den ganzen Stadtteil und mehr

Artikel vom 07.09.2022

Axel Milkert

Auf dem Festplatz „Unner de Boomen“ (von links): Marvin Liebtrau (Alte Post), Oliver van Grieken (Gemeinwesenarbeiter), Ronald Bürger (Pier 29), Jenne Hempel (Das Boot), Sven Ocken (Grundschule Cirksena), Elfriede Meyer (Bürgerverein), Holger Veddeler (Schweizer Kirche), Heiner Dorkowski (Johannes-Gemeinde), Carola Clemens mit „Lotta“ (Spöldeel Transvaal), Rainer Hempel (Das Boot), Annica Wollny (FC Frisia) und Andrea Haak (Quartiersmanagerin). Elfriede Meyer zeigt das Plakat des Stadtteilfestes von 1982. Bild: Axel Milkert

Viele Jahre lief in Sachen Stadtteilfest in Transvaal nichts mehr. Jetzt wird in diesem Teil Emdens, der wie kein anderer für die Schiffbau- und Hafengeschichte Emdens steht, wieder an drei Tagen gefeiert.

Eine einst erfolgreiche Veranstaltung erfährt nach fast 20 Jahren (ausnahmsweise überhaupt nicht coronabedingter) Pause einen Neustart. Eine große Gruppe von Unterstützern, ehrenamtlichen Helfern und ein Förderprogramm machen es möglich: In Port Arthur/Transvaal ist am kommenden Wochenende wieder Stadtteilfest-Zeit. Vom 9. bis 11. September wird auf dem Platz Unner de Boomen gefeiert. Gemeinwesenarbeiter Oliver van Grieken im Gespräch mit dieser Redaktion: „Ich bin sicher, dass für jeden etwas dabei ist.“

Drei Kinderläufe geplant

Innerhalb von nur gut zwei Monaten wurde ein großes Programm auf die Beine gestellt – mit Sport, Musik, leckerem Essen, Kreativangeboten, Informationen und vielem mehr. War früher der Bürgerverein alleiniger Veranstalter, sind es jetzt ganz viele Einrichtungen, die sich dafür zusammengetan haben. Elfriede Meyer vom Bürgerverein findet es „ganz toll, dass alle daran teilnehmen“. Nur so könne man dieses Fest dauerhaft etablieren, ist van Grieken überzeugt. Künftig soll es alle zwei Jahre stattfinden. Er spricht von einem „enormen Engagement“ aller Beteiligten. Allein über 50 Menschen helfen im Getränkewagen, in der Cafeteria und beim Aufbau. Hinzu kommen die Ehrenamtlichen der Vereine, Kirchen und Verbände.

 

17 Institutionen sind auf dem Faltblatt zum Fest abgedruckt. Dankbar ist van Grieken auch für die Unterstützung durch einzelne Sponsoren. Einige haben erst kürzlich zugesagt. So werden am Sonntag Mädchen und Jungen vom Kindergartenalter bis zehn Jahre zu Spendenläufen an den Start gehen – über 250, 600 und 1000 Meter auf dem neuen Fuß- und Radweg am Frisiaschloot. Ursprünglich war dafür eine Teilnahmegebühr vorgesehen. Die entfällt, denn für mindestens 120 kleine „Athleten“ übernehmen zwei Förderer das Startgeld. Und auch das Laufshirt, das zunächst für fünf Euro erworben werden konnte, wird kostenlos ausgegeben.

Zusammenhalt im Stadtteil

Ein weiteres Highlight wird die Namensgebung für den neuen Weg sein. „40 Vorschläge haben wir dazu bekommen“, ist Quartiersmanagerin Andrea Haak mit dem Ergebnis des Aufrufes zufrieden. Die meisten Namens-Ideen seien eng mit dem Stadtteil verbunden. Verraten wurde natürlich noch nichts.

Das Stadtteilfest solle letztlich auch zeigen, „wie der Zusammenhalt im Stadtteil ist“, sagte Oliver van Grieken. Es wird eine Schau dessen, was dieser Teil Emdens alles zu bieten hat. Dazu passt das finanzielle Förderprogramm, das die Veranstalter für die gut zwei Tage mitten in Transvaal nutzen. „Sozialer Zusammenhalt“ heißt es und ist Teil der Städtebauförderung. Für Veranstaltungen wie diese stehen 10.000 Euro zur Verfügung.

Menschen sollen kommen und gucken

Eine besondere Erwartungshaltung, was die Besucherzahl betrifft, haben die Organisatoren nicht. Van Grieken: „Wir wünschen uns vor allem, dass die Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus kommen und gucken.“ Und dass, vor allem wenn das Wetter einigermaßen passt, viele kommen werden, ist für Pastor Holger Veddeler von der Schweizer Kirche keine Frage, zumal ganz besonders viel für Kinder geboten wird. Veddeler: „Und wenn die Kinder losziehen, kommen die Eltern auch.“

ZUM PROGRAMM

Das Stadtteilfest Port Arthur/Transvaal findet im Wesentlichen auf dem Platz Unner de Boomen/Dollartstraße statt.

Die Angebote von Freitag bis Sonntag sind vielfältig. Auszug aus dem Programm: Auftakt am Freitag, 9. September, um 19 Uhr mit einem Live-Konzert der Band „Rock Shots“ (spielten unter anderem im Van-Ameren-Bad und beim Summer in the City); Samstag, 10. September, um 10.30 Uhr Eröffnung mit OB Tim Kruithoff, ab 11 Uhr Flohmarkt (keine Standgebühren, Anmeldungen unter 0171/6321727), 13 Uhr Auftritt Grundschule Cirksena, 15 Uhr Kindertheater der Spöldeel, 19 Uhr Musik der 1990er und 2000er Jahre mit DJ Hoogi; Sonntag, 11. September, um 10 Uhr gemeinsamer Gottesdienst der Gemeinde Schweizer Kirche, der Johannes-Gemeinde und der Freikirche Pier 29, ab 11 Uhr Elführtje mit Musik von Marc G., 12.45 Uhr Bekanntgabe Name für neuen Weg, ab 13 Uhr Kinderläufe (ab 14 Uhr Siegerehrung), 15 Uhr Fußball-Punktspiel Ostfrieslandliga FC Frisia Emden – Esens II.

Ferner gibt es unter anderem: Internationale Küche (von zugewanderten Bürgerinnen und Bürgern), Skatepark, Bungee Trampolin (gesponsert vom Kinderschutzbund), DKMS-Stand mit Typisierungsmöglichkeit, Caféteria, Vorstellung neue Ernte (Tracht) des Stadtteilhonigs, Rikscha-Fahrt, Eiswagen, Kinderschminken, E-Racing, American Bullriding (Sonntag).


 

Blaulicht-Ticker

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