Eiszeit in der Nordseehalle in Emden auf der Kippe

Artikel vom 17.01.2022

Stephanie Schuurman

So sah es zuletzt 2019 aus: Über 1000 Menschen kamen zum Schöfeln in die Nordseehalle. Bild: Hasseler

Die nächste Eiszeit in der Nordseehalle ist eigentlich fest geplant. Aufgrund der Corona-Lage will die Stadt Emden am Freitag aber neu entscheiden.

Kann es angesichts der Infektionslage in Emden in diesem Winter noch einmal ein Schöfelvergnügen geben? Am Freitagvormittag berät die Stadtspitze in einer Sondersitzung über die für Ende Januar geplante vierte „Eiszeit“ in der Nordseehalle. Unter anderem soll auch der Katastrophenstab als Experten-Gremium an der Sondersitzung teilnehmen. „Das wird keine leichte Entscheidung, die man auch nicht allein treffen kann“, sagte Stadtsprecherin Theda Eilers auf Anfrage dieser Zeitung.

Hintergrund ist, dass bereits seit mehreren Monaten aufwendige Planungen für diese Veranstaltung laufen. Gleichzeitig schnellen aber gerade jetzt wieder die Neuinfektionen mit Corona, insbesondere auch mit der Omikron-Abart des Virus, in die Höhe. Noch im Oktober, als zunächst die Entscheidung für ein Eisvergnügen in Emden gefallen war, sah die Lage weniger dramatisch aus. Seitdem arbeitet Kulturevents Emden, der Eigenbetrieb der Stadt, an einem ähnlich großen Programm wie in den Vorjahren mit Live-Musik, Thementagen, Eisstockschießen und mehr. Oberbürgermeister Tim Kruithoff sprach zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich davon, dass es keine abgespeckte Variante werden soll.

Aktuell sei die Nachfrage nach den Mitmach-Aktionen bei der geplanten Eiszeit auch noch hoch, hieß es. Wieder wollen sich viele Firmen-Teams bei den Eisstock-Masters messen, und wieder wollen viele Kinder auf der Eisbahn ihren Geburtstag feiern. An den Vormittagen soll die Anlage erneut Schulklassen zur Verfügung stehen und vieles mehr.

2017 gab es die erste große Eiszeit in der Nordseehalle auf 800 Quadratmetern Schöfelfläche. Seitdem wuchs die Eislauffläche und mit ihr auch die Besucherzahl. Bei der letzten Eiszeit 2019 vor der Corona-Pause kamen im Schnitt 1000 Gäste am Tag, insgesamt wurden bei dieser beliebten Veranstaltung mehr als 37000 Besucher während der fünfwöchigen Öffnungs-Zeit gezählt. Daraufhin wurden für die kommenden Jahre die Eistechnik fest geordert, eine der größten mobilen Anlagen in Norddeutschland. Im Jahr 2020 gab es dann die erste Absage. Statt der Schöfelfläche wurde damals das Impfzentrum in der Nordseehalle untergebracht. Auch im vergangenen Jahr fiel die Veranstaltung Corona zum Opfer.

Ob es jetzt doch noch die Fortsetzung wie geplant vom 29. Januar bis 6. März geben wird, entscheidet sich nun an diesem Freitag. Schwerpunkt der Beratungen werden ausreichende Hygiene-Konzepte und die Frage der Einlass-Regelung sein. Bei einer deutlichen Reduzierung der Besucherzahl stellt sich nicht zuletzt auch noch die Frage der Wirtschaftlichkeit.


 

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