Eröffnung von Klaus-Peter-Wolf-Museum in Norddeich

Artikel vom 05.09.2022

Ann-Kathrin Stapf

Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl freuen sich über die Ausstellungseröffnung. Bild: Ann-Kathrin Stapf

Der Norder Klaus-Peter Wolf ist der wohl erfolgreichste deutsche Krimiautor. Seine Romane ziehen viele Touristen in die Stadt. Nun gibt es eine Ausstellung zu seinem Werk.

Der kleine grüne Twingo im Dörper Weg in Norddeich ist kein Falschparker. Es handelt sich dabei um das größte Exponat des neuen Klaus-Peter-Wolf-Krimi-Museum. Ab September können Besucher gegen eine Spende, die an das Hospiz am Meer geht, Requisiten und vieles mehr bewundern. Kurz: Der wahrgewordene Traum für Ostriesenkrimi-Fans.

Am Mittwoch stellten die Akteure um den Autor das Gemeinschaftsprojekt der Kurverwaltung, Schiwago-Film, der Kunstschule Norden und der Immobilienfirma Engels & Völkers vor. Sie stellt die Räume zur Verfügung. Es handelt sich um eine Dreizimmerwohnung, die der Besucher über eine Treppe erreicht. Für die nächsten vier Monate ist dort das Werk der Kunstschule zu bewundern, die bis Dienstagabend aus der Wohnung das erste Norder Krimi-Museum gemacht hat.

Requisiten und Texte

Auf der Tour sind zahlreiche Filmrequisiten zu sehen, beispielsweise der Schreibtisch der fiktiven Kommissarin Ann Kathrin Klaasen und Heldin von Wolfs Ostfriesen-Krimis. Auch die Polizeiausweise der Film-Kommissarinnen a. D. sind zu sehen und Akten-Ordner mit den Film-Fällen.

Gezeigt wird aber nicht nur, wie die Filme entstanden sind. Die Ausstellung fängt ganz vorne an. In einer Vitrine sind die Kladden, in denen Wolf seine Werke, meist im Norder Café ten Cate, zu Papier bringt. Gern bei einer Tasse Kaffee, die er schwarz trinkt. Auch die handschriftlichen Original-Liedtexte von Wolfs Frau und Musikerin Bettina Göschl sind neben den von ihr verfassten Kinderbüchern zu sehen. Und dazu natürlich jede Menge Bilder an den Wänden rund um die Drehs in Ostfriesland.

Bedeutung der Krimis

Nordens Bürgermeister Florian Eiben freute sich sehr über das Projekt: „Wir können stolz sein, dass wir Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf hier haben, da kann man gar nicht oft genug danke sagen.“ Offensichtlich angetan von Eibens Worten, erklärte Wolf, dass der Bürgermeister im nächsten Roman „Ostfriesengier“ vorkommen wird und fügte hinzu: „Und du wirst sogar überleben.“ Der Kurdirektor Armin Korok ergänzte Eibens Aussage: „Durch die Bücher werden viele Menschen auf Norden aufmerksam. Es gibt Besucher, die hier sind, weil sie die Schauplätze und Figuren sehen wollen. Durch die Filme ist ein Millionenpublikum aufmerksam geworden.“

Das Museum im Dörper Weg 8 ist für vier Monate werktags von 11 bis 12 und von 15 bis 16 Uhr geöffnet. Um 11 Uhr und 15 Uhr finden Führungen statt. Plätze können bei der Tourist-Information gebucht werden. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro und geht an das Hospiz am Meer.


 

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