Gerade ältere Emder profitieren von neuen Sitzwürfeln

Artikel vom 04.07.2022

Elisabeth Ahrends

Nicht immer besetzt, aber lange gewünscht: Am Taxistand im Stadtgarten gibt es dank der mobilen Stadtmöbel nun endlich eine Sitzmöglichkeit für Fahrgäste – und andere Innenstadtbesucher. Bild: Jens Voitel

Die kleinen Holzwürfel in der Emder Innenstadt kommen gut an – vor allem bei der Emder Funktaxenvereinigung. Sie hatte sich schon lange Sitzmöglichkeiten für den Stadtgarten gewünscht.

Frank Wehe ist immer noch angetan davon, wie schnell seine Idee von der Stadt Emden in die Tat umgesetzt wurde. Seit langem wünschen sich die Fahrgäste der Emder Funktaxenvereinigung Sitzmöglichkeiten am Stadtgarten, sagt der zweite Vorsitzende des Taxisvereins. „Es gibt viele ältere Kunden, die uns angesprochen haben“, so Wehe. Also griff er zum Hörer und meldete sich beim Stadtmarketing, „und nur neun Tage später gab es eine Übergangslösung.“ Damit meint Wehe die mobilen Stadtmöbel, die nun neben der Neutorstraße, wo sie Teil des Verkehrsversuchs sind, auch in der Großen Straße und eben am Taxistand am Stadtgarten als Bankersatz dienen.

Würfel kommen gut an

Und schon nach wenigen Tagen zeigt sich: Die Würfel mit Holzoptik werden gut angenommen, da sind sich Wehe und Stadtsprecher Eduard Dinkela einig. Denn nicht nur Fahrgäste, die auf ein Taxi warten, nutzen die neugeschaffenen Sitzmöglichkeiten. „Man sieht auch immer wieder Touristen, die ein Eis holen und sich dort hinsetzen oder sich bei der Hitze ausruhen“, lautet die Beobachtung des stellvertretenden Vorsitzenden. „Die Möbel werden sehr gut angenommen und deswegen prüfen wir gerade weitere Standorte am Delft und am Hafentor“, teilte Dinkela auf Anfrage mit.

Wie lange die Provisorien bleiben soll, dazu machte er allerdings keine Angaben. „Ich hoffe, dass sie so lange bleiben, bis es eine dauerhafte Lösung gibt“, so Wehe. Neben dem Emder Bahnhof und dem Krankenhaus ist der Stadtgarten der dritte wichtige Standort der Emder Taxifahrer. Allerdings war es bislang auch der einzige ohne Sitzmöglichkeit in unmittelbarer Nähe. „Tagsüber sind es vor allem ältere Menschen, die wir von dort aus fahren, weil sie in der Stadt einkaufen, auf dem Markt waren oder einen Kaffee getrunken haben.“

Weitere Orte in Planung

Schon jetzt gibt es neben den beiden Sitzmöbeln am Stadtgarten noch zwei weitere mobile Stadtmöbel vor dem Innenstadtbüro in der Großen Straße. Sie alle tragen laut Dinkela „erheblich zur Aufenthaltsqualität bei“. Das sei auch bei den sogenannten Parklets in der Neutorstraße der Fall. Deshalb soll es auch nicht bei diesen Standorten allein bleiben: Laut Dinkela sind weitere Stadtmöbel für die Innenstadt vorgesehen, um das klassische Angebot der schon vorhandenen und fest eingebauten Sitzmöglichkeiten zu erweitern. Wo genau diese Standorte sind, dazu machte Dinkela keine Angaben. Nur so viel: „Die Möbel werden vor allem in den Bereichen und auf den Wegen installiert, die die fußläufigen Alltagsrouten darstellen oder an interessanten Orten in der Innenstadt.“ Das Ziel: Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu steigern – das ist aus Sicht der Taxiunternehmer am Stadtgarten dank der provisorischen Möbel schon jetzt gelungen.


 

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