Hier finden Betroffene im Kreis Aurich Hilfe

Artikel vom 14.01.2022

Aike Sebastian Ruhr

Die Schleife ist das Zeichen gegen Brustkrebs. Der Tag gegen Brustkrebs ist am 01.Oktober jeden Jahres. Bild: Symbolbild Anna Tarazevich/Pexels

Wer an Brustkrebs erkrankt ist oder die Befürchtung hat, es zu sein, findet im Kreis Aurich an verschiedenen Stellen Hilfe. Denn nicht nur der Krebs selbst macht Betroffenen zu schaffen.

Brustkrebs ist bei Frauen in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) nach wie vor die häufigste Krebsart. Insgesamt erkranken im Schnitt pro Jahr bundesweit etwa eine halbe Million Menschen an Krebs. 70.000 Fälle pro Jahr machen dabei Brustkrebs-Erkrankungen aus. Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht: Die Krebssterberate ist seit den 1970er Jahren rückläufig. Das liegt vor allem an Fortschritten in der Medizin in puncto Früherkennung und Therapie. Das Risiko für Brustkrebs steigt bei Frauen ab 40 Jahren stetig an, besonders kritisch ist der Altersbereich zwischen 60 und 69 Jahren, wie Zahlen des RKI zeigen. Doch in Ausnahmefällen kann auch schon Frauen unter 30 Jahren das Schicksal ereilen, wie es jüngst bei der 29-jährigen Vanessa Doden aus Norden der Fall war.

Wer einen Knoten in der Brust spürt oder anderweitig merkt, dass womöglich etwas nicht stimmt, sollte sich möglichst zügig in ärztliche Behandlung begeben, das wird allgemein geraten. Neben der medizinischen Behandlung des Tumors prasselt auf Betroffene aber noch weitaus mehr ein. Viele offene Fragen, Sorgen und Ängste – das zeigt auch das Beispiel der 29-jährigen Norderin, die jüngst an Brustkrebs erkrankte. Doch wo findet man entsprechende Hilfe im Kreis Aurich?

Zum einen gibt es mehrere Selbsthilfegruppen, die sich regelmäßig treffen. Jeden ersten Dienstag im Monat trifft sich beispielsweise die Frauengruppe Selbsthilfe Krebs Aurich im Familienzentrum der Stadt. Kontaktdaten finden sich online hier. Zudem steht die Psychoonkologin Margret Castricum vom Gesundheitsamt Aurich, die unter Telefon 0176/16000175 erreichbar ist. Hilfe gibt es auch bei der Beratungsstelle „Krebs und Beruf“ in der Bahnhofstraße 6 in Aurich, die auch per E-Mail an beratungsstelle@krebs-und-beruf.de zu erreichen ist.

Grundsätzliche Informationen für Betroffene finden sich auf der Homepage des Bundesverbandes Frauenselbsthilfe. Psychologische Ansprechpartner und weiterführende Hilfe findet sich auf der Homepage der niedersächsischen Krebsgesellschaft.


 

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