Künftig führt ein Präsidium die Awo Emden

Artikel vom 29.12.2021

Kornelia Sojka

Das neue Präsidum der Arbeiterwohlfahrt Emden (von links): Maria Winter, Dr. Lutz Wenskat, Birte Engelberts, Melanie Winkler, Matthias Arends, Friedhelm Merkentrup, Sören Schmidt und Doris Kruse.
Bild: Awo

Der Kreisverband Emden der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ändert seine Strukturen und wechselt zum Präsidialmodell. Diese Reform hat Vorteile, mit denen sich die Awo für die Zukunft gut aufgestellt sieht.

Der Kreisverband Emden der Arbeiterwohlfahrt hat die Weichen für seine Zukunft neu gestellt: Künftig gibt es nicht nur ein ehrenamtliches Präsidium, sondern auch einen hauptamtlichen Vorstand und damit einhergehend eine klare Aufgabenverteilung. „Die Veränderungen machen die Awo stark für die Zukunft“, ist der bisherige Awo-Kreisverbands-Vorsitzende Friedhelm Merkentrup überzeugt. Denn die Herausforderungen werden nicht leichter, betonte er.

Seit Jahrzehnten setzt der Kreisverband Emden der Awo sich mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft und soziales Leben ein. Er ist einer von insgesamt 403 Kreisverbänden bundesweit, die nach und nach zum Präsidialmodell wechseln.

Für diese Veränderung in Emden hatten die Kreisdelegierten bereits auf ihrer Konferenz Anfang Oktober die Weichen mit wesentlichen Satzungsänderungen festgelegt. Der Awo-Kreisverband Emden wird künftig von einem Präsidium geführt, das ähnlich wie ein Aufsichtsrat Kontrollfunktionen hat. Zum Präsidiumsvorsitzenden wurde Matthias Arends, Emder SPD-Landtagsabgeordneter, gewählt. Ihm stehen Friedhelm Merkentrup und Melanie Winkler als gleichberechtigte Vorstandsmitglieder mit verschiedenen Zuständigkeiten, zur Seite. Der 77-jährige Merkentrup ist in Zukunft für die Finanzen, Verbandsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sowie verschiedenen Projekte des Awo-Kreisverbandes zuständig. Die 42-jährige Melanie Winkler übernimmt die pädagogische Leitung mit der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Beratungsstellen und Einrichtungen des Kreisverbandes. Merkentrup und Winkler bilden den hauptamtlichen Vorstand. Die bisherige Geschäftsführung entfällt. Durch diese Reform werden auch wichtige haftungsrechtliche Fragestellungen vom Ehrenamt gelöst, heißt es weiter.

In das erweiterte Präsidium der Awo wurden Doris Kruse, Dr. Lutz Wenskat, Sören Schmidt, Maria Winter und Birte Engelberts gewählt. Das Präsidium befasst sich unter anderem mit strategischen Fragen. Der Kreisausschuss setzt sich aus dem Präsidium und den Vorsitzenden der zum Kreisverband gehörenden drei Emder Ortsvereine zusammen. Zwei Betriebsratsmitglieder können mit beratender Stimme teilnehmen.

Der Awo-Kreisverband Emden hat etwa 500 Mitglieder, beschäftigt rund 110 hauptamtliche Mitarbeiter und verfügt über eine große Anzahl ehrenamtlicher Mitarbeiter. Der Verband betreibt fünf Kindergärten und zwei Kinderkrippen, ist in der Senioren-, Schulsozial-, Kinder- und Jugendlichen- sowie Migrationsarbeit tätig und hält ein umfangreiches Beratungsangebot vor. Das Gezeitenhaus in Barenburg und die Sozialstation in Barenburg sind Einrichtungen des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems.


 

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