Ostfriesische Betriebe unterschiedlich von der Inflation und gestiegenen Einkaufspreisen betroffen

Artikel vom 15.11.2023

Die Kfz-Branche erlebt derzeit einen leichten Aufschwung. Bild: HWK

Die Konjunktur im ostfriesischen Handwerk wird laut einer Umfrage der Handwerkskammer für die Region als stabil gesehen. Eine Unsicherheit bleibt dennoch. Und einen Spitzenreiter gibt es auch schon.

Ostfriesland - Die Betriebe im Beritt der Handwerkskammer für Ostfriesland schrauben ihre Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zurück. Das wird durch die Ergebnisse der aktuellen Herbstkonjunkturumfrage deutlich. „Im ersten Quartal 2023 war die Stimmung bei unseren Betrieben deutlich optimistischer. Aber hohe Einkaufspreise, die Inflation sowie der anhaltende Fachkräftebedarf sorgen nach wie vor für Verunsicherung und einen pessimistischen Blick in die Zukunft“, kommentiert Hauptgeschäftsführer Jörg Frerichs die Auswertung.

Klare Gewinner und Verlierer

Im Vergleich der einzelnen Gewerke mit dem Vorjahr, kristallisieren sich klare Gewinnern und Verlierer gegenüber dem Vorjahresquartal heraus. So sind beispielsweise die Dienstleistungshandwerke der Spitzenreiter der diesjährigen Herbstkonjunkturumfrage. Ähnlich sieht es bei den Nahrungsmittelhandwerken aus. Einen Aufschwung erlebt auch das Kfz-Handwerk. Knapp hinter dem Kfz-Handwerk reihen sich die gewerblichen Zulieferer ein. Die Geschäftslage ist vorwiegend gut oder befriedigend. Per saldo berichteten nur 9 Prozent der befragten Betriebe von einer Verringerung des Umsatzvolumens sowie des Beschäftigungsniveaus.

Ausbaugewerke sehen Zukunft pessimistisch

Die Situation der Ausbaugewerke verschlechtert sich zunehmend. Zwar berichteten 88 Prozent der Betriebe von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage im Vorquartal, aber vor allem die Preissteigerungen im Einkauf machten ihnen zu schaffen. Und auch die Gesundheitshandwerke haben zu kämpfen. Vor allem die Suche nach Fachkräften beschäftigt diese Branche stark: Die stabile Auftragslage musste vom bestehenden Personal abgearbeitet werden.

Bauhauptgewerbe das Schlusslicht

Das Schlusslicht der Herbstumfrage bildet in diesem Jahr mit Abstand das Bauhauptgewerbe. Hier ist der Geschäftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit mehr als zehn Jahren gefallen. Wobei es hier einen großen Unterschied gibt: Die Neubaubranche liegt weitestgehend brach, sodass sich viele Baubetriebe auf Sanierung und Bauen im Bestand verlagert haben. Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt äußerst pessimistisch: 73 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der Lage.


 

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