Studienstart unter unbeschwerten Bedingungen

Artikel vom 16.09.2022

Stephanie Schuurman

Warb bei der Erstsemesterbegrüßung auf dem Campus für Emden als Hauptwohnsitz: Oberbürgermeister Tim Kruithoff. Bild: Stephanie Schuurman

Auf ins Studentenleben! Am Emder Campus sind 820 Erstsemester begrüßt worden. Sie sollen Leistung bringen, aber auch Emden kennenlernen und feiern, erklärten der Präsident und der OB.

Vor genau einem Jahr wurden die Erstsemester noch durch Einlasskontrollen geschleust, am Montag gab es dagegen freien Zugang zum Campus. Corona war zumindest bei der offiziellen Begrüßung durch den Präsidenten, den Oberbürgermeister und die Studienberatungschefin kein Thema mehr. Und das wird es hoffentlich auch in den kommenden zwei Wochen für die Neuen nicht sein, wenn sie ein durchaus umfangreiches Kennenlern-Programm durchlaufen.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz prophezeite den etwa 500 auf dem Mensa-Vorplatz erschienenen „Erstis“ auf jeden Fall, dass sie ihre Studienortwahl „nicht bereuen werden“. Er verwies auf die Campus-Hochschule der kurzen Wege, auch im übertragenen Sinne dank Ansprechpartnern für alle Lebenslagen – die auch die Leiterin der Zentralen Studienberatung, Birte Engelberts, ausdrücklich betonte. Kreutz mahnte Interdisziplinarität an und forderte die Studierenden auf, über den Tellerrand zu schauen – auch in Bezug auf die nachhaltige Ausrichtung der Hochschule. „Wir tun viel für Sie, aber Sie selbst müssen auch Leistung bringen“, sagte Kreutz. Angst vor schlaflosen Nächten vor Klausuren müssten die Neuankömmlinge aber nicht haben, zumal es immer Hilfe gebe.

Gründergeist gefragt

An schlaflose Nächte erinnerte sich auch Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) aus der Zeit seines Marketing-Studiums an der Hochschule Emden/Leer. „Wenngleich sie nicht unbedingt mit Klausuren zu tun hatten.“ Er rührte die Werbetrommel für Emden über die Hochschule hinaus und warb deshalb auch für eine Einschreibung im Bürgerbüro. Für jeden neuen Einwohner gibt es einen 100 Euro-Stadtgutschein als Belohnung. Die Stadt einmal von der Wasserseite betrachten, die Schönheiten der Region inklusive der Inseln erkunden – und dann am besten in Emden bleiben, schlug er vor. Womöglich mit wirtschaftlichen Gründungsabsichten, so die Vorstellung des OB. „So ein kleines Enercon oder Tesla würde der Gewerbesteuerkasse guttun.“

Neuer Alltag

Bevor es aber soweit ist, werden die Neuankömmlinge in den kommenden zwei Wochen intensiv auf ihren neuen Alltag an der Hochschule vorbereitet. Das Programm reicht von Vorkursen, Tutorien und Campusführungen über Exkursionen bis hin zu Partys und Aktionen. Höhepunkt auf der Freizeitebene ist wohl das „EMDival“ am Donnerstag, 22. September. Dann spielen drei Live-Bands auf der Bühne vor der Mensa. Die Party steigt schon um 16 Uhr. Willkommen sind auch Schüler, die einmal „Erstis“ werden wollen, heißt es.

ZAHLEN

Fast 3000 Bewerbungen sind für das Wintersemester 2022/23 an der Hochschule Emden/Leer eingegangen.

820 Erstsemester sind bis dato eingeschrieben, es werden noch mehr erwartet, die Frist läuft bis Ende des Monats.

Besonders nachgefragt von den 40 möglichen Studiengängen sind erneut die aus dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Zulauf gibt es auch im Bereich Informatik, Regenerative Energien. Spitzenreiter ist dieses Mal aus dem Fachbereich Wirtschaft der Studiengang Wirtschaftspsychologie, der deshalb „zweizügig“ angeboten wird. Auch Advanced Management am Business-Campus Leer ist nachgefragt.

Aktuell sind 4200 Studierende an der Hochschule Emden/Leer eingeschrieben, aufgeteilt in Technik (1820), Soziale Arbeit und Gesundheit (1220), Wirtschaft (870) und Seefahrt und Maritime Wissenschaften (290).


 

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