Wie die Gespräche über die Nachfolge fürs Café Baum verlaufen

Artikel vom 20.01.2023

Ute Lipperheide

Ein tristes Bild: Mitte Juli wurde das Café Baum am Schweckendieckplatz geschlossen, knapp drei Monate nach der Eröffnung. Bild: Ute Lipperheide

Noch stehen die neuen Möbel im Café Baum am Schweckendieckplatz. Wird bald wieder ein Gastronom in die Räume des sanierten Reedereigebäudes einziehen?

Es geht voran im ehemaligen Café Baum am Schweckendieckplatz, auch wenn es so gar nicht danach aussieht. Doch die Zuversicht steigt, dass das Erdgeschoss, in dem bis zum vergangenen Sommer knapp drei Monate Café Baum eröffnet hatte, wieder ein gastronomischer Betrieb einziehen wird.

Doch wer das sein wird und ob bereits ein Interessent ganz fest zugesagt hat, darüber gab Olaf Neumann, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewoba, noch keine detaillierten Auskünfte. Er rede nur darüber, wenn auch alles in Tüte und Papier sei. „Aber es gibt positive Gespräche mit möglichen Nachfolgern“, sagte er auf Anfrage dieser Redaktion.

Möbel noch vor Ort

In den nächsten Wochen entscheide sich auch, was mit der Inneneinrichtung geschieht. Noch stehen die skandinavisch inspirierten Möbel in den ganz auf Café Baum zugeschnittenen Räumlichkeiten. Eine ganze Weile wurde gehofft, die beiden Leeraner Kaufleute Andreas Baum und Ralph Hartmann könnten das Emder Café wieder in Betrieb nehmen. Es hatte kaum eine Chance, sich am Markt zu etablieren, weil es nur wenige Wochen geöffnet hatte. Als Aufgabegrund wurde vor allem Personalmangel angegeben.

Neumann machte deutlich, dass die Räumlichkeiten so gestaltet wurden, dass dort ein gastronomischer Betrieb einzieht. Deshalb verstehe es sich von selbst, dass vor allem mit möglichen Nachnutzern aus diesem Metier Gespräche geführt werden. „Es wird sich dort etwas tun“, sagte Neumann, der sich auch nicht vorstellen kann und mag, dass der Leerstand von Dauer sein wird.

Er betonte noch einmal die gute Lage und machte auch deutlich, dass das neue Café gut angenommen worden sei, auch wenn der Terrassenbetrieb noch gar nicht gestartet war. Die Außenterrasse ist noch nicht komplett, auch fehlte die Außenwerbung und eine Markise.

Anderes Konzept

Möglicherweise würde ein neuer Nutzer auch ein etwas anderes Konzept fahren als die Leeraner Kaffeerösterei. In der Woche hatte das Café Baum von neun bis 18 Uhr, am Sonnabend von neun bis 17 Uhr geöffnet und am Sonntag geschlossen. Damit ist der Kundenkreis bereits eingeschränkt. Inwieweit eine Art „Kulturcafé“ mit Abendbetrieb eingerichtet werden könnte, darüber wollte Neumann nicht spekulieren. Dennoch wäre auch so etwas in den Räumen des von der ehemaligen Reederei Fisser 1905 erbauten Hauses möglich. Die Gewoba hat das Gebäude aufwendig kernsaniert und im Erdgeschoss – dort befand sich früher einmal die Gaststätte „Haifischbar“ – wieder eine Möglichkeit für eine gastronomische Nutzung geschaffen.


 

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