Arbeit am neuen Team läuft an - Kein Europapokal?

VON TORBEN ROSENBOHM

Sebastian Herrera (rechts), hier im Duell mit Oldenburgs Karsten Tadda beim BBL-Turnier in München, hat sich den EWE Baskets angeschlossen. Der gebürtige Chilene mit deutschem Pass überzeugte 2019/2020 mit starken Leistungen. BILD: ULF DUDA

OLDENBURG – In einer Zeit voller Unwägbarkeiten tut die eine oder andere Konstante gut. Dazu zählt beispielsweise im Basketball die Vorfreude der Fans auf den Sommer, wenn die Fragen nach dem Kader für das Lieblingsteam Schritt für Schritt beantwortet werden.

In Oldenburg sorgten die Verantwortlichen jetzt für erste Vollzugsmeldungen: Sebastian Herrera kommt von den Merlins aus Crailsheim, Keith Hornsby vom polnischen Club Polski Cukier Torun.

Der 22-jährige Shooting Guard Herrera, der in Chile geboren wurde und einen deutschen Pass besitzt, zählte im Überraschungsteam der regulären Saison – die Corona-bedingt nur 21 Spiele dauerte – zu den Leistungsträgern. Seinen durchschnittlich 13,3 Punkten pro Partie fügte er beim Finalturnier in München beeindruckende 19 Zähler pro Spiel hinzu.

„Ich freue mich riesig, Teil der EWE Baskets sein zu dürfen“, ließ der 1,93 Meter große Guard verlauten und fügte ehrgeizige Ziele hinzu: „Es ist eine Ehre für mich, für diesen Top-Club mit großer Historie zu spielen. Ich hoffe, dass wir ganz oben mitspielen werden.“ Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic freut sich auf seinen ersten Neuzugang: „Sebastian überzeugt mit seinen Entwicklungsschritten und hat sich als deutscher Spieler in der BBL auf einer von ausländischen Spielern dominierten Position mehr als nur behauptet. Er kann scoren und ist gleichzeitig ein Teamspieler, der auch seine Mitspieler in Szene setzt.“ Zudem schätze der Headcoach an seinem neuen Spieler auch, dass er auf den Positionen eins bis drei variabel und je nach Bedarf einsetzbar sei.“

Keith Hornsby, Sohn von Grammy-Gewinner Bruce Hornsby, ist ebenfalls variabler Shooting Guard und ging 2019/2020 für das Team von Trainer Sebastian Machowski aus Torun auf Körbejagd. Was das nun für den weiteren Kader der EWE Baskets bedeutet? Aus der aktuellen Mannschaft besitzen derzeit nur Braydon Hobbs, Rickey Paulding, Rasid Mahalbasic und Nathan Boothe einen Vertrag für die kommende Spielzeit.

Alle anderen Verträge laufen, den offiziellen Mitteilungen des Clubs zufolge, aus. Die Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Srdjan Klaric, Trainer Drijencic und Geschäftsführer Hermann Schüller werden ihre Schlüsse aus dem, was sie in der Saison sahen, ziehen; bis zum Halbfinale des Finalturniers zeigten die Oldenburger, dass sie mit Recht zu den besten Vier der Spielzeit gehörten, gegen Berlin indes bekam die Mannschaft deutlich ihre Grenzen aufgezeigt.

Übrigens: Für die Champions League der Fiba bewarben sich die Baskets nach Aussagen des Ausrichters gegenüber dem Nordwest Sonntagsblatt zu spät – entsprechend fehlen sie, genau wie im Eurocup, im vorläufigen Teilnehmerfeld.


 

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