Basketballer setzen Saison fort

Von Torben Rosenbohm

Mladen Drijencic kämpft mit seinen EWE Baskets nun doch noch um den Titel. BILD: FOTODUDA.DE

Erleichterung bei den Verantwortlichen der Basketball Bundesliga: Die bayerische Staatsregierung hat grünes Licht gegeben für das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft. Somit können im Juni die EWE Baskets Oldenburg und neun weitere Erstligisten in München um den Titel spielen.

Die Liga hatte ein umfassendes Hygienekonzept vorgelegt, das unter anderem vorsieht, alle zehn Teams für die Dauer ihrer Teilnahme am Turnier in einem Hotel in der bayerischen Landeshauptstadt unterzubringen. Seit dem 8. März ruhte der Spielbetrieb in Deutschlands höchster Spielklasse aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Alexander Reil, Präsident der AG BBL e.V., ist froh über die Entscheidung pro sportlicher Entscheidungsfindung: „Ich freue mich auf die Fortsetzung der Spielzeit unserer easyCredit BBL. Dies ermöglicht uns in der schwierigen Zeit dennoch einen würdigen Deutschen Meister zu küren und den Fans, zumindest im Wohnzimmer, ihre Teams verfolgen zu lassen.“ Reil fügte hinzu: „Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei der Politik, insbesondere bei der Bayerischen Staatsregierung für den hohen Vertrauensvorschuss, bei den Behörden an den verschiedenen Standorten für ihre kooperative Zusammenarbeit und bei all denjenigen die ein sehr gutes Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet haben und an der Umsetzung beteiligt sein werden.“

Er appellierte gleichzeitig an alle, die im Juni in München zusammenkommen: „Diese besondere Situation erfordert jetzt von allen Beteiligten, insbesondere den Spielern, Trainern und Betreuern ein hohes Maß an Bereitschaft und Disziplin. Auch hierfür möchte ich mich schon jetzt bei allen Akteuren bedanken. Wir müssen jetzt vorbildhaft zeigen, dass sich größtmöglicher Gesundheitsschutz und eine gewisse Rückkehr zur Normalität gut vereinbaren lassen.“

Das Turnier wird am ersten Juni-Wochenende beginnen, die Mannschaften sollen nun alle in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Gespielt wird in zwei Fünfer-Gruppen im Modus „jeder gegen jeden“. Im Anschluss folgen Viertelfinale, Halbfinale und Finale – in dieser Form wird nicht nur der Deutsche Meister bestimmt, sondern werden auch die Plätze für die Europapokal-Wettbewerbe der Saison 2020/2021 ausgespielt.

„Anfang Mai hat die Regierung Lockerungen vorgenommen bei den Maßnahmen, die in den letzten Wochen geholfen haben, dass Deutschland das sicherste Land in diesen Zeiten ist“, blickte Baskets-Trainer Mladen Drijencic am Dienstag auf Nachfrage des Sonntagsblatts zurück. „Diese Maßnahmen haben jedem von uns ein Stück der Normalität weggenommen. Zur Rückkehr zur Normalität gehört auch, dass viele Jobs wieder ausgeführt werden dürfen. Wir freuen uns riesig darüber, dass wir jetzt auch dazugehören.“ Drijencic sieht die Entscheidung als einen „Etappensieg im Kampf gegen die Pandemie.“

Der genaue Spielplan und weitere Informationen zum Fortgang der BBL-Saison folgen in dieser Woche. Insgesamt dauert das Turnier drei Wochen. Die Gruppeneinteilung: Gruppe A: FC Bayern München, HAKRO Merlins Crailsheim, EWE Baskets Oldenburg, BG Göttingen und ratiopharm ulm. Gruppe B: MHP RIESEN Ludwigsburg, ALBA BERLIN, RASTA Vechta, Brose Bamberg und FRAPORT SKYLINERS.

Bleibt ab sofort aus Sicht der Basketball-Fans nur noch eins: Daumen drücken, dass alle gesund bleiben ...


 

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