Die Hoffnung lebt weiter

Von Torben Rosenbohm

Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller freut sich über die Solidarität der Fans und hofft noch, dass die laufende Bundesliga-Saison sportlich beendet wird. BILD: ROSENBOHM

OLDENBURG – Am 8. März bestritten die EWE Baskets Oldenburg ihr letztes Spiel in der Basketball-Bundesliga; seitdem heißt es: Auszeit für alle Beteiligten. Die Liga ruht aufgrund der Corona-Präventionsbestimmungen, am Montag berät die Liga erneut über das weitere Vorgehen. Geschäftsführer Hermann Schüller betont im Gespräch mit dem Sonntagsblatt die Hoffnung auf ein sportliches Ende der Saison

Großes Maß an Unterstützung

„Das finanzielle Ausmaß ist derzeit noch nicht in Gänze zu beziffern oder zu bewerten, weil wir uns noch mitten in der Krisensituation befinden“, sagt er mit Blick auf die Auswirkungen der Zwangspause. „Viel hängt davon ab, wie die Entscheidung über Wohnzimmerspiele, wie ich sie statt Geisterspiele lieber nenne, ausfällt. Was enorm hilft, ist die Solidarität unserer Fans! Nach unserem Offenen Brief erfahren wir ein großes Maß an Unterstützung über Dauerkarten-Inhaber, die jetzt schon erklären, sie würden auf Rückerstattung verzichten und viele, die unsere Solidaritäts-Tickets erwerben.“

Gehaltsverzicht und Kurzarbeit gehören zu den Maßnahmen, die der Club unternommen hat, „um zum einen die Liquidität und somit Handlungsfähigkeit zu erhalten und um zum anderen ein größtmögliches Maß an Solidarität, Teamgeist und vor allem auch Glaubwürdigkeit zu haben“, so der Geschäftsführer.

Abbruch oder Fortsetzung? Es gibt viele Fragezeichen

Mit Blick auf die Entscheidung über eine Fortsetzung oder einen Abbruch der Saison mag er sich nicht klar für die eine oder andere Option als die bessere aussprechen: „Weder noch! Wir wollen die Saison sportlich beenden. Dass das kein leichter Weg ist, der auch mit ganz vielen Fragezeichen behaftet ist, ist uns klar. Wenn es einen Weg gibt, die Saison unter gewissen Voraussetzungen, die gewährleistet sein müssen, fortzusetzen, ist das die bevorzugte Option.“

Und die Spieler, die nicht gemeinsam trainieren dürfen? Die „befinden sich nicht im Home Office sondern im Home Gym. Jeder sorgt dort unter Einhaltung der behördlichen Auflagen für sein ganz persönliches Fitnessprogramm. Das sind die Rahmenbedingungen, die sich uns bieten.“

Was geschieht, wenn auch die neue Saison noch ohne Zuschauer beginnen müsste? Darüber mag Schüller noch nicht nachdenken: „Das ist von der heutigen Warte noch nicht zu beurteilen. Wir können nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Wir müssen erstmal die aktuellen Probleme in den Griff kriegen, bevor wir uns Gedanken über die kommende Saison machen.“

Am kommenden Montag dürfte ein wenig mehr Klarheit herrschen.


 

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