Ein Klassiker im Pokal-Halbfinale

Von Fabian Speckmann

Sidkas Mannschaft ist komplett: Wolfgang Sidka, neuer Präsident des VfB Oldenburg, hat seine Vorstandsmannschaft komplettiert. An der Seite des ehemaligen VfB-Erfolgstrainers (Mitte) engagieren sich ab sofort, von links: Pierre Groen, Niko Warmbrunn, die beide neu in das Gremium berufen worden sind sowie Helmut Jordan und Andreas Boll. Insbesondere die Nominierung von Groen ist fraglos ein Zeichen. Der Pädagoge ist seit vielen Jahren engagiertes Mitglied der Oldenburger Fanszene und sein Mitwirken im Vorstand auch ein Zeichen der Verantwortlichen, dem Versprechen auf ein noch stärkeres Miteinander Taten folgen zu lassen. BILD: ROJAHN/VfB

OLDENBURG – Es war ein hart umkämpfter und fraglos glücklicher Sieg. Mit 4:2 setzte sich der VfB Oldenburg vor Wochenfrist im Viertelfinale des Landespokals gegen den SSV Jeddeloh durch. Lohn dieser Mühen ist ein echter Klassiker, denn im Halbfinale treffen die Blauen am Dienstag, 25. Mai, um 17 Uhr auf den SV Meppen. Offen ist, ob im Marschwegstadion dann auch Zuschauer dabei sein dürfen.
Die Favoritenfrage vor diesem Duell ist schnell beantwortet. „Meppen steht voll im Saft, das ist ein großer Vorteil“, sagt Dario Fossi mit Blick auf den Spielbetrieb in der 3. Liga. Während die Emsländer dort Woche für Woche um Punkte kämpfen, war das Viertelfinale gegen die Nachbarn vom Kanal für den VfB das erste Pflichtspiel seit Monaten. Ein klarer Wettbewerbsnachteil, denn der Fossi-Elf war der fehlende Spielrhythmus deutlich anzusehen. Zudem schwanden seinen Kickern gegen Ende der Begegnung auch spürbar die Kräfte.
Knapp zwei Wochen bleiben den Oldenburgern seit Abpfiff des ersten Derbys, um sich auf den Vergleich mit Meppen vorzubereiten. „Ich habe Bock und will auch dieses Spiel gewinnen“, sagt der VfB-Trainer.
Anders als die Oldenburger, deren Fokus allein dem Pokal gilt, geht es für die Emsländer in der Liga ums sportliche Überleben. Einer starken Premierensaison in der 3. Liga folgte im vergangenen Sommer ein personeller Umbruch. Allen voran den Abgang von Trainer Christian Neidhart, den es zu Rot Weiß Essen zog, hat der Club nicht wirklich verkraftet. Zwar wurde mit Ex-Nationalspieler Torsten Frings ein durchaus prominenter Name als neuer Trainer ins Emsland geholt, überzeugend war dessen Tun allerdings nicht. Sieben Spieltage vor dem Ende der Saison musste Frings gehen und wurde durch Rico Schmitt ersetzt.
Unter seiner Regie setzten sich die Emsländer im Pokal-Viertelfinale beim SV Atlas Delmenhorst zwar mit 3:0 durch, in der Liga allerdings holte Meppen mit Schmitt aus vier Spielen nur einen Punkt. Immerhin, ein Zähler trennt die Emsländer von einem Abstiegsplatz. Zwei Spiele, beim 1. FC Saarbrücken und gegen den MSV Duisburg bleiben ihnen noch, um die Klasse zu halten. Der Meppener Fokus dürfte folglich derzeit allein der Liga gelten. Erschwert wird die Situation durch den Ausfall einiger Leistungsträger. Hassan Amin und wohl auch Steffen Puttkammer dürften in Oldenburg fehlen, auch Thilo Leugers stand zuletzt nicht zur Verfügung.


 

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