Fingerzeig für die Konkurrenz

VON TORBEN ROSENBOHM

Martin Breunig hat seine Qualität in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Von den Telekom Baskets Bonn wechselt er nun nach Oldenburg. BILD: ULF DUDA

OLDENBURG – Der Blick auf die Club-Website lohnte sich für die Fans der EWE Baskets Oldenburg zuletzt praktisch täglich. Neuverpflichtungen, Abgänge, Vertragsverlängerung – im personellen Bereich des Basketball-Bundesligisten herrschte Hochbetrieb.

Wenngleich eine Personalie offiziell noch nicht bestätigt wurde, erfuhr das Sonntagsblatt aus sicherer Quelle: Auch Philipp Schwethelm bleibt für die Saison 2020/2021 an Bord. Dank vier Neuzugängen und sechs Verbleibenden kann Trainer Mladen Drijencic in der bevorstehenden Saison auf zehn Leistungsträger zurückgreifen, die – zumindest auf dem Papier – den vielleicht besten und tiefsten Kader der vergangenen Jahre bilden.

Gezielter Umbruch im Team

Braydon Hobbs, Karsten Tadda, Rickey Paulding, Nathan Boothe, Philipp Schwethelm und Rasid Mahalbasic bilden das Sextett der bekannten Gesichter, die auch weiterhin für die EWE Baskets Oldenburg in der Bundesliga auf Körbejagd gehen. Damit steht dann gleichzeitig fest, dass es mit Tyler Larson, Robin Amaize, Armani Moore, Justin Sears, Ian Hummer, Filip Stanic und Marcel Keßen kein Wiedersehen gibt – ein durchaus nachhaltiger, aber noch immer gezielter Umbruch in einem Team, das 2019/2020 im Liga-Halbfinale, im Pokal-Finale und unter den besten 16 im Eurocup stand.

Die Neuzugänge bringen einiges an Erfahrung, aber auch Entwicklungspotenzial mit nach Oldenburg. Auf den großen Positionen beispielsweise wurde Martin Breunig aus Bonn geholt. Der Center dürfte im Verbund mit Rasid Mahalbasic und Nathan Boothe unter dem Korb für mächtig Arbeit bei den Gegnern sorgen und zählte in der abgelaufenen Saison zu den besten deutschen Akteuren in der Liga. Dieses Prädikat hat sich auch Guard Sebastian Herrera verdient, der bei den Crailsheim Merlins herausragend agierte und mit seinen gerade einmal 22 Jahren noch längst nicht am Leistungslimit angelangt sein dürfte.

Aus Polen kommt der US-Amerikaner Keith Hornsby, der dank seiner Variabilität auf den Positionen eins bis drei zur Verfügung steht und unter anderem auch hinter Rickey Paulding auf der Position des kleinen Flügelspielers für Entlastung sorgen kann. Zuletzt gelang den Verantwortlichen noch ein Coup: Der ehemalige NBA-Spieler und europaerfahrene Phil Pressey kommt vom spanischen Erstligisten Estudiantes nach Oldenburg.

„Wir haben Athletik im Team und unterschiedliche Skills“, freut sich Baskets-Trainer Mladen Drijencic, der insbesondere dem sportlichen Leiter Srdjan Klaric für seine „unermüdliche Arbeit“ dankt. „Wir können im Spieltempo variieren und aggressiv verteidigen“, blickt er voraus.

Komplettiert wird der Oldenburger Kader in der kommenden Zeit noch durch Nachwuchsspieler, zu denen wie in der abgelaufenen Saison auch Jacob Hollatz zählen dürfte.


 

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