Im Sprint Kurs auf den Titel nehmen

Von Torben Rosenbohm

Robin Amaize trifft mit den EWE Baskets ab Montag beim Turnier um die Basketball-Meisterschaft an. Er trifft dort auch auf den FC Bayern, von dem er ausgeliehen ist. BILD: ROSENBOHM

Oldenburg – Auf die reguläre Saison folgen in der Basketball-Bundesliga die Playoffs, an deren Ende der Deutsche Meister feststeht. 2020 aber ist alles anders: Aufgrund der Corona-Krise wurde der Betrieb im März unterbrochen, nun wird in einem Turnierformat ein Titelträger gesucht.

Von diesem Samstag an duellieren sich in zwei Fünfer-Gruppen zehn Mannschaften, von denen acht das Playoff-Viertelfinale erreichen. Ein Blick auf die Oldenburger Gruppengegner zeigt: Corona hat einiges verändert.

Ratiopharm Ulm

Der erste Gegner der EWE Baskets am Montag, 8. Juni (20.30 Uhr, alle Spiele live bei „Magenta Sport“), hat eine leidlich erfolgreiche Saison hinter sich gebracht, bevor Corona eine Unterbrechung herbeiführte. Zehn Siege, zehn Niederlagen – das Ensemble um Per Günther lag als Zehnter sportlich außerhalb des Playoff-Tableaus. Killian Hayes, Grant Jerrett und Seth Hinrichs haben den Club verlassen, Dylan Osetkowski und Thomas Klepeisz kamen hinzu. Die Chance auf das Viertelfinale ist da, dort indes dürfte es eng werden für die Mannschaft von Trainer Jaka Lakovic.

BG Göttingen

Die Göttinger um die Ex-Oldenburger Dominic Lockhart und Dennis Kramer, am Mittwoch, 10. Juni (16.30 Uhr), Gegner der EWE Baskets, gehen – genau wie wohl auch Vechta – als großer Außenseiter in das Turnier in München. Vor allem der Abgang von Dylan Osetkowski, der aus Ulm ausgeliehen war, dürfte die Niedersachsen sportlich arg schmerzen. Im Rennen um Rang vier in der Gruppe muss Göttingen wohl Crailsheim hinter sich lassen.

Merlins Crailsheim

Sie waren die Überraschungsmannschaft der Bundesliga bis zur Unterbrechung: Die Merlins aus Crailsheim, die mit 30:12 Punkten eine eindrucksvolle Bilanz eingefahren haben – und nun beim Turnier in München unter Personalsorgen leiden. Gleich drei wichtige Akteure sind nicht mehr an Bord; in David Brembly und Marvin Ogunsipe wurde immerhin ein Duo nachverpflichtet. Am Freitag, 12. Juni, treffen die EWE Baskets um 20.30 Uhr auf die Kontrahenten aus dem Süden.

FC Bayern München

Die Gastgeber des großen Finalturniers sind, neben Alba Berlin, die Favoriten auf die „Corona-Meisterschaft“. Der exzellent besetzte Kader wird zwar um Nihad Djedovic und Greg Monroe dezimiert, kurzerhand holten die Verantwortlichen aber Nationalspieler Ismet Akpinar hinzu. Zum Abschluss der Gruppenphase spielen die EWE Baskets am Sonntag, 14. Juni, um 19 Uhr gegen die Bayern.

Ohne jeden Zweifel: Die Münchner werden das Viertelfinale erreichen – das dann, genau wie Halbfinale und Finale, mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird.


 

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