Titel winkt vor erstem Saisonspiel

VON TORBEN ROSENBOHM

Rickey Paulding im Anflug auf den Korb: Der Kapitän der EWE Baskets wird mit seinem Team zunächst um den Pokal spielen, bevor im November die neue Saison in der Basketball-Bundesliga starten soll. BILD: ULF DUDA

OLDENBURG – Die Spieler im Urlaub, die Trainer gemeinsam mit dem Sportdirektor auf der Suche nach den passenden Teilen für das Personalpuzzle und das Team hinter dem Team in den Vorbereitungen auf die kommende Saison – und doch kann von „business as usual“ bei den EWE Baskets Oldenburg keine Rede sein.

Nach dem Abschluss der Spielzeit 2019/2020 mit einem Finalturnier, das es in dieser Form noch nie gegeben hat, richten sich die Augen der Verantwortlichen in eine Zukunft, die aktuell noch deutlich mehr Fragezeichen als Sicherheiten liefert. Denn: Die Corona-Krise hat die ganze Welt – und damit natürlich auch den Sport – weiterhin fest im Griff. Der Blick über die Grenzen hinaus zeigt dabei: So kontrolliert die Situation in Deutschland ist, so unberechenbar ist sie in vielen Ländern der Erde.

Unter diesen Voraussetzungen mussten die Verantwortlichen der Basketball-Bundesliga und der teilnehmenden Clubs nun Pläne für die bevorstehende Saison schmieden, die einerseits einen Spielbetrieb ermöglichen, andererseits aber auch die aktuellen Bestimmungen berücksichtigen – und parallel im Blick haben, dass möglicherweise auch im Herbst vorerst weiter ohne Zuschauer (oder mit sehr wenigen) gespielt werden muss.

Die Lösung nach derzeitiger Planung: Die Liga richtet im Oktober zunächst einmal den Pokalwettbewerb aus; in einem Format, das sich im Detail noch in weiterer Abstimmung befindet. So bekommen die Clubs mehr Luft, um die Wiederaufnahme des Ligabetriebs zu organisieren und eventuell dann auch wieder Fans in den Arenen begrüßen zu dürfen.

Die BBL wird nach Abschluss des Pokalwettbewerbs voraussichtlich am Wochenende 6./7./8. November in die Hauptrunde starten. Alle 17 Clubs aus der Saison 2019/2020 sind nach derzeitigem Stand dabei – auch dies keine Selbstverständlichkeit in Zeiten von ausbleibenden Geldern. Als 18. Club hinzukommen möchte ProA-Meister Chemnitz, der für 2020/2021 nun auch den neuen Lizenzierungsbedinungen gerecht werden muss; durchaus ein Vorteil, denn die angepassten Regularien sehen beispielsweise nicht mehr vor, einen Mindestetat von drei Millionen Euro auf die Beine stellen zu müssen.

Angesichts des Corona-Geschehens geht es mit den Fragezeichen natürlich auch im Europapokal weiter. Die Ausrichter planen ebenfalls munter die Saison in Euroleague, Eurocup und Champions League und veröffentlichten auch bereits Teilnehmerlisten, doch mögliche Starttermine und Ausrichtungskriterien haben mit Blick auf die Pandemie wohl überschaubare Halbwertzeiten. Die EWE Baskets sind nach aktuellem Stand zwar bei keinem Wettbewerb vertreten, doch rechnen sich Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller und seine Mitstreiter durchaus noch Chancen aus.

Bei allen Fragezeichen gehen Urlaub, Personalsichtung und organisatorische Planungen vorerst weiter.


 

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