Ein Spitzenspiel der Ungeschlagenen

Artikel vom 17.09.2021

Von Fabian Speckmann

Autsch, das tat weh! Dieses Foul an Maik Lukowicz wurde beim Spiel in Hildesheim mit einem Elfmeter geahndet. Zuvor hatte der Stürmer gute Chancen ausgelassen. In Oberneuland gelang „Luko“ zuletzt allerdings sein erster Saisontreffer  .BILD: Fabian Speckmamm

VON FABIAN SPECKMANN

OLDENBURG – Es ist einer der wenigen echten Klassiker, den die Regionalliga-Nord zu bieten hat. Atlas Delmenhorst erwartet den VfB Oldenburg und bis zu 2.500 Fans können am Sonntag, ab 15 Uhr, dabei sein, wenn die beiden ungeschlagenen Mannschaften aufeinandertreffen. Allerdings wird das Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten und dem Tabellenführer von Personalsorgen auf beiden Seiten überschattet.

Gleich vier Spieler der Blauen haben sich in der vergangenen Woche den Covid-Virus eingefangen und befinden sich in Quarantäne. Alle gehe es den Umständen entsprechend gut, heißt es, gleichwohl muss Trainer Dario Fossi natürlich umplanen.
Auch sein Kollege Key Riebau hat personelle Probleme. Mit Nick Köster und Efkan Erdogan haben sich zwei potenzielle Stammspieler schwer verletzt und fallen monatelang aus. Am Mittwoch, im Nachholspiel beim FC Oberneuland, konnte Atlas mit dem 0:0 zwar punkten, doch mit Marek Janssen musste ein weiterer wichtiger Offensivakteur noch vor der Pause verletzt ausgewechselt werden.

Mit aktuell sieben Punkten aus fünf Spielen ist der Traditionsverein von der Delme allemal ordentlich aus den Startlöchern gekommen. Die Riebau-Truppe ist noch ungeschlagen, hat allerdings auch erst einmal gewonnen, 4:1 gegen Hildesheim. Im Vergleich zur vergangenen Saison allerdings wirkt der Kader der Blau-Gelben deutlich besser aufgestellt. Im Sommer kamen mit Efkan Erdogan, Julian Stöhr, Cerruti Siya und dem Ex-Oldenburger Tobias Steffen unter anderem vier Spieler mit Regionalliga-Erfahrung, die für mehr Breite, aber auch Tiefe im Kader gesorgt haben.

Die Mannschaft wirkt physisch und mental stabil, was sie etwa beim 2:2 in Lüneburg deutlich zeigte, als ein 0:2-Halbzeitrückstand aufgeholt wurde.
Im altehrwürdigen Stadion Düsternort spielt zudem das oft stimmungsvoll-enthusiastische Publikum eine große Rolle und kann Atlas in kritischen Phasen wichtige Unterstützung geben.
Bis zu 2.500 Fans dürfen am Sonntag dabei sein und werden für eine tolle Kulisse sorgen, darunter auch einige hundert Fans des VfB, die auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie hoffen. Vier Spiele haben die Blauen bislang gewonnen, sind dabei ohne Gegentor geblieben, ehe sie zuletzt durch die positiven Covid-Fälle gestoppt wurden.

Abzuwarten bleibt, in welcher Form Dario Fossi das personell und taktisch auffangen wird. Am Mittwochabend beobachtete der VfB-Trainer den Gegner bei dessen Spiel in Oberneuland und wird sehr wohl registriert haben, dass die Delmenhorster stark begannen, im weiteren Spielverlauf mit dem FCO aber durchaus ihre Mühe hatten.

Für den VfB wird es darauf ankommen, an die defensive Stabilität der bisherigen Spiele anzuknüpfen, offensiv aber zwingend jene Schludrigkeit abzulegen, die sowohl in Hildesheim als auch in Oberneuland im Abschluss zu sehen war. Da passt es gut, dass Mannschaftskapitän Max Wegner wieder mitspielen darf. Ob zudem Neuzugang Marco Schultz erstmalig im Kader stehen wird, ist hingegen offen.

Hinweis: Auch in Delmenhorst gilt für den Einlass die 3-G-Regel, die konsequent kontrolliert wird.
Die Stadiontore öffnen bereits um 13 Uhr. Zugang für VfB-Fans ist ausschließlich über die Düsternortstraße möglich.


 

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