Zwei Vereine, ein Problem: Stürmer gesucht

VON FABIAN SPECKMANN

Tobias Steffen (rechts) trainiert seit Wochen mit seinen neuen Kollegen beim VfB Oldenburg und hat sich für einen Vertrag empfohlen. BILD: SPECKMANN

Oldenburg/Jeddeloh – Taktik und Kondition, der Vorbereitungsplan beim VfB Oldenburg sieht für die Kicker ein durchaus abwechslungsreiches Programm vor. Den Großteil absolvieren die Blauen zwar auf dem sattgrünen Rasen im Sportpark Dornstede, doch auch die Laufstrecken auf dem Utkiek haben die Kicker bereits ausgiebig „genießen“ dürfen.

Fast immer dabei war Tobias Steffen. Der 28-Jährige agierte dabei, als sei er schon lange Teil der Mannschaft. Tatsächlich hat der erfahrene Fußball-Reisende erst in dieser Woche offiziell beim VfB angeheuert. „Die Jungs haben mich hier von Anfang an super aufgenommen. Toll, dass es geklappt hat“, sagt Steffen, zuletzt beim Westfalen-Ligisten Preußen Espelkamp unter Vertrag.

Das allerdings war nur ein kurzes und wenig sportliches Intermezzo für den Fußballer, der aus Rhauderfehn stammt und unbedingt zurück in den Norden wollte.

Als Jugendlicher zu Bayer

Schon als Jugendlicher wechselte der flinke Techniker zu Bayer Leverkusen, stand dort sogar vor dem Sprung in den Bundesligakader und absolvierte zwei Einsätze im Europapokal. Im Verlauf seiner Karriere schnürte er die Fußballschluffen unter anderem für Energie Cottbus, Fortuna Köln, Rot Weiß Essen und vier Jahre lang für den SV Rödinghausen.

Seine Vita weist mehr als 200 Regionalligaspiele aus. Erfahrung satt, und das machte Steffen auch für andere Vereine attraktiv. Der 28-Jährige wollte allerdings unbedingt in Oldenburg kicken. „Der VfB ist ein Traditionsverein, und ich komme aus der Region“, sagt Steffen, der im Mittelfeld zentral und auf den Außenbahnen spielen kann. „Er ist enorm flexibel, torgefährlich und sehr erfahren. Tobi wird unserer jungen Mannschaft helfen“, ist Sportchef Frank Claaßen überzeugt.

Dennoch sucht er noch einen weiteren Angreifer, der sich auch im Strafraum heimisch fühlt und seine Torgefahr bereits nachgewiesen hat.

Das wiederum eint Claaßen mit Ansgar Schnabel, denn auch der sportliche Leiter des SSV Jeddeloh möchte seinen Kader noch verstärken. Die Ammerländer allerdings sehen nicht nur in der Offensive noch Handlungsbedarf, sondern möchten auch die Deckung noch verstärken.

Personalie Nick Otto wird zur echten Hängepartie

Eben das scheint auch nötig. Sieben Gegentore hat der SSV zuletzt in zwei Testspielen kassiert. Einem 2:4 beim Landesligisten SV Bevern folgte in dieser Woche ein 1:3 gegen Atlas Delmenhorst. Zwar dürfen Ergebnisse aus Vorbereitungsspielen, zumal zu einem so frühen Zeitpunkt, nicht überbewertet werden. Zum Fingerzeig taugen sie aber allemal.

Hinzu kommt, dass sich auch die Weiterbeschäftigung von Winter-Nachverpflichtung Nick Otto wie ein überaus dehnbares Kaugummi zieht. Der Innenverteidiger galt als Wunschkandidat von Trainer Oliver Reck, müsste aber vor der Unterschrift in Jeddeloh erst sein Arbeitsverhältnis bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig auflösen. Noch ist das nicht geschehen. Den ganz großen Handlungsdruck gibt es in dieser Personalie allerdings auch nicht, denn in der kommenden Woche macht der SSV eine Trainingspause.


 

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