Jade & Wesermarsch

Der Deich muss einen Meter höher

geschrieben von Michael Tietz

Landrat Stephan Siefken (re.) bei der Herbstdeichschau mit dem Verbandsvorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes, Peter Aengeneyndt. Foto: II. Oldenburgischer Deichband

Herbstdeichschau: Bereich Schweiburg bereitet Sorge – Landrat fordert mehr Tempo


Schweiburg/Brake.
Grundsätzlich ist die Deichsicherheit in der Wesermarsch mit Blick auf die kommende Sturmflutsaison gegeben, doch ein Deichabschnitt bereitet den Küstenschützern Sorge. Das wurde jetzt einmal mehr unterstrichen bei der Herbstdeichschau vom II. Oldenburgischen Deichband und der Unteren Deichbehörde des Landkreises Wesermarsch.
Teilgenommen hat an der Besichtigungstour auch der neue Landrat Stephan Siefken: „Unsere Deiche und Bauwerke sind größtenteils in einem guten Zustand, sodass wir der nächsten Sturmflut fast überall guten Mutes entgegensehen können.“ Aber eben nur fast, denn es gibt einen Deichabschnitt in der Gemeinde Jade, bei dem „dringender Handlungsbedarf“ bestehe, so Siefken. Konkret geht es um einen rund vier Kilometer langen Bereich zwischen Schweiburger Mühle und dem Jade-Wapeler Siel. „Hier muss schnellstmöglich eine Erhöhung und Verstärkung des Deiches geplant und umgesetzt werden“, fordert der Landrat von der Landespolitik, in deren Zuständigkeit der Deichbau und Küstenschutz fällt. Es reiche dabei nicht aus die Finanzierung sicherzustellen, mahnt der Landrat. Vielmehr gelte es, auch die personelle Umsetzung der Planung vonseiten des zuständigen Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu gewährleisten. Siefken kündigte an, erneut Kontakt zu den hiesigen Landtagsabgeordneten aufzunehmen.

Im vergangenen Sommer hatte die Gemeinde bereits mit einer Demo-Aktion auf dem Deich bei Schweiburg auf die Situation hingewiesen, daran hatten unter anderem Umweltminister Olaf Lies und die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag teilgenommen. Um mindestens einen Meter muss der Deich im besagten Bereich erhöht werden, eher sind es 1,5 Meter – je nachdem, wieviel „Klimazuschlag“ mit Blick auf den steigenden Meereszuschlag am Ende berücksichtigt werden muss.

Abgesehen vom besagten Abschnitt zeigte sich der Landrat aber zufrieden mit dem Zustand der Deiche und Bauwerke in der Wesermarsch. „Wir haben hier ein gutes Fundament, auf dem wir aufbauen können. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, uns auf dem Erreichten auszuruhen.“

 

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