Friesland

Landesstraße soll Lkw-frei bleiben

geschrieben von Michael Tietz

Lkw-Kolonne in Varel: Derzeit müssen Lastwagen einen Bogen um die gesperrte L 819 machen und via Sumpfweg oder B 437 zur Autobahn. Dass es derzeit besonders viele sind, liegt indes auch an der Sperrung der B 212 in Brake. .Bild: Michael Tietz

Zukunft Varel sieht belegt, dass Route via Sumpfweg eine gute Alternative ist


Varel.
Seit Ende März steht die Oldenburger Straße als Hauptroute zwischen Autobahn und Stadt nicht zur Verfügung, ist die Landesstraße doch wegen Bauarbeiten in verschiedenen Abschnitten gesperrt. Vom Baustellenlärm abgesehen beschert dieser Umstand den Anwohnern der Straße eine seltene Ruhe: der Durchgangsverkehr entfällt, und damit insbesondere die Belastung durch Lastwagen. Seit vielen Jahren schon gibt es die wiederholt vorgebrachte Forderung, die Straße für den Lastverkehr zu sperren und die Lastwagen via A 29 oder via Sumpfweg zur Bundesstraße zu führen. Bislang vergeblich, die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass die Aufnahme des Verkehrs ohne Einschränkungen eben Aufgabe einer Landesstraße sei.

Nun macht die Fraktion Zukunft Varel einen neuen Anlauf und fordert angesichts der derzeitigen Sperrung mitsamt Umleitung via Sumpfweg – eine Kreisstraße, die unlängst nicht zuletzt mit Hinweis auf den Lastverkehr ertüchtigt worden ist –, die Lkws ganz aus der Oldenburger Straße zu verbannen.

So schreibt Karl-Heinz Funke als Fraktionsvorsitzender von Zukunft Varel: „Wenn es noch eines Beweises bedurfte, so wurde er geliefert: Es ist unbedingt sinnvoll, den Lkw-Verkehr, der die Oldenburger Straße belastet, über den Sumpfweg zur B 437 zu führen.“ Man habe in den letzten Wochen feststellen können, dass die Behinderungen, die es durch den Lkw-Verkehr auf der Oldenburger Straße gebe, auf der Strecke entlang des Sumpfweges nicht entstehen würden. Weitere Gründe seien langhin bekannt, so Funke: „Lärmbelästigung der Anwohner, öffentliche Einrichtungen wie Schule, Kindergarten, Alten- und Pflegeheim, Gesundheitshaus und Friedhof, dazu passt der Lkw-Verkehr überhaupt nicht.“

Das Argument, die Oldenburger Straße sei nun eben Landesstraße mit entsprechend definierter Funktion, könne nicht einfach hingenommen werden: „Das ist eine lediglich formelle, aber keine vernünftig-inhaltliche Begründung“, so Karl-Heinz Funke. Eventuell müsse der Gesetzgeber hier Ausnahmemöglichkeiten schaffen, Funke sieht hier Abgeordnete in der Pflicht, bürgernahe Lösungen zu finden.

So hat die Fraktion nun beantragt, die Stadt möge mit allen in Frage kommenden Stellen bis hin zum Verkehrsministerium sprechen und verhandeln, um zu erreichen, dass die Lastwagen künftig nicht mehr die Oldenburger Straße belasten.

Frank Buchholz, Leiter des zuständigen Geschäftsbereichs Aurich bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, erklärte auf Nachfrage, dass sich auch nach der Sanierung des Sumpfweges an der Ausgangslage nichts verändert habe: „Solange die Oldenburger Straße eine Landesstraße ist, ist sie als solche für die Aufnahme von weiträumigem Verkehr zuständig.“ Immerhin: Noch bis zum 11. Juni bleibt es wohl ruhig an der Landesstraße, denn nach Pfingsten wird der Abschnitt Neue Straße saniert.

 

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