Friesland

Neuer Platz für Feste und Märkte

geschrieben von Michael Tietz

Der Parkplatz vor dem Kreisdienstleistungszentrum ist überdimensioniert und denkbar trist. Er soll nach Vorschlag der Mehrheitsgruppe im Rat mit Anpflanzungen aufgewertet werden. Foto: Anke Kück

Varel. Auf dem weitgehend asphaltierten Exerzier- und Hubschrauberlandeplatz der früheren Frieslandkaserne soll eine neue Veranstaltungsfläche geschaffen werden, das Grundstück im Eigentum der Stadt verbleiben. Auf diese Lösung haben sich die Mitglieder der Mehrheitsgruppe aus SPD und CDU im Vareler Stadtrat verständigt.

Unlängst war im Planungsausschuss über die verbliebene Fläche beraten worden, für die Entwicklung kann die Stadt noch Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau West“ einsetzen. In dem Zuge soll außerdem der Parkplatz vor dem Kreis-Dienstleistungszentrum aufgewertet werden.

Der Überlegung, auf der rund 2,5 Hektar großen Fläche weitere (kleinere) Gewerbegrundstücke zu schaffen, erteilt die Mehrheitsgruppe damit eine Absage – obgleich freie Gewerbeflächen im Stadtgebiet derzeit Mangelware sind. Die besagte Fläche an der Karl-Nieraad-Straße ist das letzte Reststück der einst 34 Hektar großen Kaserne, für das noch keine konkrete künftige Nutzung vorgesehen ist.

Die in Rede stehende Fläche soll „der Stadt und den Bürgern dienen“, heißt es in einer Mitteilung von SPD und CDU, entsprechende Überlegungen seien nun konkretisiert worden. „Wir haben die Alternativen ausführlich in der Gruppe beraten und sind zu einem guten gemeinsamen Ergebnis gekommen. Wichtig ist uns auch, die zur Verfügung stehenden Fördermittel sinnvoll für das Allgemeinwohl einzusetzen“, fasst Georg Ralle (SPD) zusammen.

Eine neu hergerichtete Veranstaltungsfläche mit entsprechender Infrastruktur wie Versorgungsanschlüssen könne teil- oder zeitweise auch als Wohnmobilstellplatz, als Lagerfläche für den benachbarten Stadtbetrieb oder als Parkfläche bei Veranstaltungen genutzt werden. Auch moderate Erweiterungen für den Stadtbetrieb und das Unternehmen WilSer sollen ermöglicht werden. Die beiden Betriebe hatten einen zusätzlichen Bedarf an Flächen direkt an den bestehenden Grundstücken bereits angemeldet.

„Die Entwicklung der letzten noch im Eigentum der Stadt Varel befindlichen Flächen der Friesland Kaserne sollte insbesondere der Stadt dienen. Solche Flächen ermöglichen dann auch Feste, Märkte oder Open-Air-Veranstaltungen“, sagte Anke Kück (SPD). Nach dem Verkauf der Schützenwiese im Stadtzentrum für die Famila- und Aldi-Neubauten war immer wieder kritisiert worden, dass es in der Stadt keine zentral gelegene Veranstaltungsfläche mehr gebe.

„Aus unserer Sicht braucht eine Stadt wie Varel ist eine solche multifunktionale Fläche. Mit den Fördermitteln erhalten wir die Möglichkeit, diese an einem geeigneten Ort zu schaffen“, so Hergen Eilers, Sprecher der CDU-Fraktion.
Der im Grunde seit Kasernen-Zeiten unverändert gebliebene Parkplatz beim Dienstleistungszentrum soll ebenfalls qualifiziert und mit mehr Grün umgestaltet werden. Die Mehrheitsgruppe im Vareler Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.

Insgesamt steht ein Finanzrahmen von fast 3,9 Millionen Euro für den Abschluss des Programms Stadtumbau West zur Verfügung, von dem die Stadt etwa ein Drittel selbst tragen muss. Im Haushalt eingeplant ist das Geld bereits.

 

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