1000 Schließungen – Meisterwerk der Technik feiert Jubiläum

Artikel vom 09.05.2022

Nicolas Reimer

Auch nach mehr als 1000 Schließvorgängen läuft das Huntesperrwerk in Elsfleth reibungslos. Damit das so bleibt, plant der NLWKN weitere Investitionen. Bild: NLWKN

Das Huntesperrwerk schützt bei Sturmfluten Elsfleth, Oldenburg und das Umland vor Überschwemmungen. Mehr als 1000 Mal schloss und öffnete es sich bereits. Der NLWKN will in das Bauwerk investieren.

Es schließt und öffnet sich, es schließt und öffnet sich, es schließt und öffnet sich. Auch nach mehr als vier Jahrzehnten erfüllt das Huntesperrwerk in Elsfleth noch immer reibungslos seine Funktion und schützt bei Sturmfluten Oldenburg und Elsfleth, aber auch das weitere Umland mit Bad Zwischenahn und Wardenburg. In dieser „Saison“ feierte das 1979 errichtete Sperrwerk nun ein besonderes Jubiläum.

1000 Schließvorgänge

Zur Abwehr einer erhöht auflaufenden Tide wurde das 43 Jahre alte Bauwerk am 27. Januar 2022 zum sage und schreibe 1000. Mal geschlossen. „Der seit Jahrzehnten reibungslose Einsatz der Anlage ist auch der kontinuierlichen Wartung und abwechselnden jährlichen Trockenlegung der Schifffahrtsöffnungen zu verdanken, die wir derzeit wieder durchführen“, erklärt Armin Heine von der Betriebsstelle Brake-Oldenburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Nach dem gerade erreichten Ende der aktuellen Sturmflutsaison steht das Huntesperrwerk laut NLWKN bei insgesamt 1022 Schließungen. Insgesamt war das Sperrwerk im Vergleich zu vorherigen Saisons mit 35 Schließungen besonders oft gefordert, allein 28 dieser Schließungen erfolgten im Kalenderjahr 2022.

„Im Durchschnitt schließen wir die vier mächtigen, konvex gebogenen Sperrtore der Anlage rund 20 Mal im Jahr“, berichtet Heine. Ähnliche „Ausreißerjahre“ gebe es immer wieder. Die meisten Schließungen – 43 an der Zahl – wurden in Elsfleth in der Sturmflutsaison 2006/2007 durchgeführt.

Investition und Wartung

Damit das 120 Meter breite Sperrwerk auch weiterhin reibungslos funktioniert und schützt, plant der NLWKN Investitionen insbesondere in die Steuerungstechnik. Die Hydraulik wurde in der Vergangenheit bereits nahezu komplett ausgetauscht.

Insgesamt acht Mitarbeiter des NLWKN sorgen vor Ort in Elsfleth für den reibungslosen Betrieb und die Unterhaltung. Unterstützt werden sie von fünf weiteren Kolleginnen und Kollegen in Brake – denn zum umfassenden Schutzsystem für das Unterwesergebiet gehören noch zwei weitere Sperrwerke an den flussaufwärts einmündenden Weser-Nebenflüssen Ochtum und Lesum.

„Da der Betrieb eines Sperrwerks nicht ohne Einfluss auf die anderen bleibt, sind gegenseitige Abstimmungen und der Austausch von Prognosen über die zu erwartenden Wasserstände unerlässlich“, führt Heine aus.


 

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