Corona macht Schluss mit lustig

Nudelei: In diesem Jahr waren Eyleen Thümler (2.v.r.) und ihre Clique als Nudeln im Ellwürder Karneval unterwegs. Das für 2021 geplante Kostüm, Feen waren der Favorit, muss nun noch ein Jahr im Schrank hängen bleiben.    BILD: PV

NORDENHAM/BUTJADINGEN – Kurz bevor in der Stadthalle Friedeburg die große Karnevalsparty des Bürgerverein Ellwürden steigt, hat Eyleen Thümler aus Nordenham einen Traum: Sie wacht mitten in der Nacht auf, und ihr wird siedend heiß bewusst, dass sie gerade den Karneval verschlafen hat. Ein Albtraum, denn die 22-Jährige ist ein riesen Karnevalsfan – und die Narren-Fete in der Friedeburg eines ihrer Jahres-Highlights.


Ein Jahr ohne Karneval? Für Eyleen Thümler, die schon als Zahnfee, Badeschwamm und zuletzt als Nudel verkleidet mitgefeiert hat, ist das fast undenkbar. Und für viele andere Karnevalsfans in der nördlichen Wesermarsch auch. Nun jedoch lässt Corona das Undenkbare Realität werden. In einer gemeinsamen Presseerklärung teilen der Bürgerverein Ellwürden, der Karnevalsverein Tataah Butjadingen und der Bürgerverein Eckwarden mit, dass sie ihre Karnevalssitzungen 2021 wegen der Corona-Pandemie schweren Herzens ausfallen lassen werden.

Heinrich Schröder als Karnevals-Chef des Bürgervereins Ellwürden, Reinhard Evers als Tataah-Vorsitzender und Thomas Büsing als Verantwortlicher für den Eckwarder Karneval haben zusammengesessen und überlegt, welche Möglichkeiten sie für 2021 sehen. Das Ergebnis: gar keine. Corona macht Schluss mit lustig „Alle drei Gruppen sind sich darüber einig, dass es Prunksitzungen, Kinderkarneval, Mega-Party sowie Vor- und Nachbesprechungen in größerer Runde unter den aktuellen Umständen nicht geben kann“, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung der Ellwürder und Butjadinger. Und weiter: „Die Gesundheit unserer aktiven Karnevalisten und unserer Gäste ist uns sehr wichtig, und wir können daher aktuell keinen Karneval mit ausgelassener Stimmung und gesundem Miteinander anbieten.“

Ob und in welchem Corona-gerechten Rahmen es dennoch Aktionen geben könnte, will jede Gruppe für sich selbst entscheiden und dann bekanntgeben. „Karnevalisten sind ja immer für eine Überraschung gut“, deutet Reinhard Evers an, ohne jedoch schon mehr verraten zu wollen.
Was auch immer sich die Narren noch ausdenken mögen, auf ihre geliebten Karnevalssitzungen werden die Aktiven und Fans wie Eyleen Thümler verzichten müssen. „Ich kann die Entscheidung natürlich nachvollziehen, finde die Absage aber trotzdem sehr schade. Die Party in der Friedeburg ist für mich und meine Freunde immer eines der schönsten Erlebnisse des Jahres“, sagt sie.


 

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