„Dybala Boyz“ suchen Kontrahenten

Das Runde soll ins Eckige: In Nordenham ist eine Bunte Liga geplant.    BILD:PIXABAY

NORDENHAM – Die „Dybala Boyz“ waren die Ersten, die sich angemeldet haben. Nur wenige Stunden folgten die „Anti-Zecken.“ Vier Mannschaften gibt es schon für die Bunte Fußballliga, die die Junge Union Nordenham und der TuS Einswarden auf die Beine stellen wollen. Am 20. Juni soll auf dem Luisenhof-Sportplatz in Einswarden der erste Spieltag ausgetragen werden. „Natürlich nur, wenn die Corona-Regeln dies zulassen“, sagt der JU-Vorsitzende Leonard Krippner.
Losgelöst vom Vereinssport zu kicken, darum geht’s in der Bunten Liga. Natürlich gibt’s auch hier Sieger und Verlierer. Ehrgeiz ist nicht verboten. Aber es soll nicht ganz so ernst zugehen wie im durchreglementierten DFB-Betrieb. Bei den Feierabendkickern steht der Spaß vor dem Sieg. Alu-Stollen sind verboten, lustige Namen sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. „Nur allzu anstößig sollten sie nicht sein“, sagt Leonard Krippner.

Spiele auf dem Kleinfeld

Gespielt wird zweimal 20 Minuten auf dem Kleinfeld. Eine Mannschaft besteht aus fünf Feldspielern und einem Torwart. Geplant sind bis zu zehn Spieltage von Mitte Juni bis Ende August – immer sonntags am Luisenhof. Der Sieger wird mit einem Wanderpokal belohnt, es wird ein Torschützenkönig ermittelt und ein Fairplay-Preis vergeben.
Neben Leonard Krippner gehören die JU-Kollegen Kaan Karahan und Sezgin Tavan sowie Yasin Güngör und Enes Calis vom TuS Einswarden zum Organisationsteam. Sie betonen, dass die Bunte Liga für alle offen ist. „Fußball verbindet“, sagt Leonard Krippner, der sich gut vorstellen kann, dass das Angebot auch für Migranten von Interesse sein könnte. „Wir wollen die Menschen zusammenbringen“, sagt er.
Männer und Frauen ab 16 Jahren können mitmachen, auch Vereinsspieler. Leonard Krippner würde sich aber freuen, wenn Fußballer aus höheren Amateurligen auf eine Teilnahme verzichten, damit der Spaß bei den anderen nicht auf der Strecke bleibt.

Jeder kann mitmachen

Die Hobbyliga soll keineswegs auf Nordenham beschränkt bleiben. Inzwischen haben die Organisatoren auch Betriebe angeschrieben, um Mitarbeiter für die Bunte Liga zu begeistern. „Jeder kann seine Kollegen oder Freunde zusammentrommeln und mitmachen“, ermuntert der JU-Vorsitzende die Freizeitkicker aus der Region.
Dass die Spiele mitten im Sommer stattfinden, ist kein Zufall. In der Regel ruht der Punktspielbetrieb der Verbände ausgerechnet dann, wenn bestes Fußballwetter herrscht.
Die Anmeldegebühr beträgt 100 Euro pro Team. Geld, das nach der Saison übrig bleibt, soll für einen guten Zweck gespendet werden. „Wer es bekommt, darüber wollen wir mit den Mannschaftsführern abstimmen“, sagt Leonard Krippner. Anmeldeformulare sind auf der Facebook-Seite der Bunten Liga und auf der Internetseite der Jungen Union verfügbar.
Die Bunte Liga ist das zweite gemeinsame Projekt der Jungen Union und des TuS Einswarden. Sie hatten bereits gemeinsam den Nordenhamer E-Sports-Verein (NEO) aus der Taufe gehoben.


 

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