Bald heißt es: „Vorhang auf, Film ab!“

Von Isabel Stübben

Freuen sich über den Fortschritt im Centraltheater (von links): Jan Kuilert, Norbert Ostendorf und Jens Frost.  BILD: Ulrich Schlüter

Hier hat sich in den vergangenen Monaten eine ganze Menge getan: Im Centraltheater Brake (CTB) wurde auch während der Corona-Pandemie kräftig mit angepackt. Und das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. 

BRAKE – Der stilvolle Kinosaal, der bis vor Kurzem noch eine reine Baustelle war, erstrahlt nun wieder im neuen Glanz. Das liegt unter anderem an dem großen Wandbild von E. Schiele aus dem Jahr 1978, das zum starken Wiedererkennungswert des Saales beiträgt. „Wir haben es während der gesamten Bauphase mit Platten abgedeckt, um es zu schützen.  Und das ist uns auch wunderbar gelungen. Das Bild sieht aus wie neu“, betont Norbert Ostendorf vom CTB.  Auch die Säulen an der Wand sind allesamt angebracht worden. „Wir hatten großes Glück, dass der Boden noch vor dem Lockdown fertiggestellt werden konnte. Das liegt selbstverständlich auch an den vielen fleißigen Helfern, die uns tatkräftig unterstützt haben. Ohne sie wären wir noch lange nicht so weit wie jetzt“, sagt Jan Kuilert und bedankt sich bei den vielen Ehrenamtlichen.

Der Charme des Kinosaals bleibt erhalten

Ende August soll noch der Teppichboden verlegt werden. Doch bis dahin muss noch das ein oder andere Mal geschliffen und gespachtelt werden. Alle Arbeiten, die viel Staub erzeugen, sollten dann erledigt sein. Danach geht es mit großen Schritten an die letzten Baumaßnahmen. Sobald der Teppich im Kino liegt, rückt der Dekorateur mit der Wandbespannung an. Hier wurde darauf geachtet, dass der Charme des Saals erhalten bleibt. Der Bühnenvorhang sowie die Wandbespannung werden so aussehen wie vor der Sanierung. Auch die Tischlampen, die entsorgt werden mussten, finden einen würdigen Ersatz. „Durch Zufall wurden wir im Internet fündig. Die Lampen werden originalgetreu nachgebaut. Sogar die Lampenschirme haben das gleiche Material wie damals. Und das, obwohl  mit dem Material gar nicht mehr gearbeitet wird“, berichtet Jens Frost vom CTB. Die Tische und Sessel, die als letztes in den Saal kommen, bleiben aber die alten. 

Auch in diesen letzten Zügen ist der Vorstand auf helfende Hände angewiesen. „Wir können die Arbeiten nicht alle an Firmen vergeben. Dafür fehlt einfach das Geld“, so Jens Frost. Und damit zur Abdeckung der laufenden Nebenkosten Geld in die Kasse kommt, laufen seit vergangener Woche wieder Filme im kleinen Saal. Tickets hierfür müssen vorab online gekauft werden. „Wir würden uns freuen, wenn der ein oder andere Zuschauer noch dazu käme“. Angst müsse man aber nicht haben. Hier werde auf genügend Abstand geachtet.  

Doch wann ist es nun soweit? „Wir hoffen, den neuen James-Bond-Film im großen Saal zeigen zu können“, sagt Norbert Ostendorf augenzwinkernd, denn wann genau dieser Film seine Premiere feiert, ist nach wie vor offen.


 

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