Die Könner auf vier Rollen zeigen ihre lässigen Tricks

Artikel vom 05.09.2022

Kerstin Seeland

Endlich eingeweiht: Zur offiziellen Eröffnung des Braker Skateparks kamen viele Skater, um ihre Tricks zu zeigen. Bild: Kerstin Seeland

Schon einmal von Curb, Rail oder Wheeliepad gehört? Diese und weitere Hindernisse bedeuten für Skater rund um Brake den Himmel. Der Skatepark wurde nun nämlich endlich eingeweiht.

Sie zeigten Sprünge und sausten mit schnellem Tempo durch den Skatepark. Wer hinfiel, stand sofort wieder auf und machte einfach weiter: Keine Frage, die offizielle Eröffnung des Braker Skateparks, der sich zwischen Kreissporthalle und dem Stadtbad befindet, begeisterte Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen. Freigegeben wurde der Skatepark für die Könner auf vier Rollen bereits im April 2021.

  • Planung und Umsetzung

Malte Strackerjan, Vorsitzender des Vereins „Lassmalrollen“, war mit einigen Jugendlichen schon weit vor der Eröffnung im Jahr 2017 zu Bürgermeister Michael Kurz gekommen, um den Wunsch nach einem Skatepark in Brake vorzutragen. Das Projekt war jedoch nicht gleich umzusetzen – unter anderem wegen der Flüchtlingswelle und der Corona-Krise. Der Verein nutzte die Wartezeit aber dennoch für seine Öffentlichkeitsarbeit und den Gewinn neuer Mitglieder. Kurz unterstützte den Verein permanent.

Irgendwann erhielt Strackerjan dann den Tipp, den Skatepark mit Fördergeldern bzw. über das Förderprogramm Leader mit einer Kofinanzierung durch die Stadt Brake errichten zu lassen. Die Kosten für den Skatepark beliefen sich auf rund 250 000 Euro – 80 Prozent davon waren Fördermittel.

  • Skatepark

Der Platz ist 350 Quadratmeter groß und hält verschiedene Hindernisse bereit: ein Curb, ein Rail, ein Wheeliepad, ein Rooftop mit Ledge, Banks sowie Anfahrtsrampen mit diversen Hips und einer Quartercorner. Kurz unterstrich bei der Eröffnung, dass er das Projekt auch weiterhin begleiten möchte. Denn die Vereinsmitglieder wünschen sich schon heute, dass der Skatepark in Zukunft noch erweitert wird. Hinzukommen soll beispielsweise eine glatte Fläche, damit auch Anfänger üben können.

Beim Skaten geht es nicht ausschließlich darum, besonders gut zu sein, sondern um die Gemeinschaft. Wer mit dem Skateboard fährt, fühlt sich frei und unterliegt keinem Druck. Individualität und Kreativität sind ebenso wichtig wie Ausdauer und Ehrgeiz.

  • Einstieg

Für Anfänger bietet der Verein Boards, die vor Ort ausgeliehen werden können. Ansprechpersonen sind am Skatepark täglich anzutreffen. Während der Eröffnung hat auch Kurz ein Board überreicht, um die Verbindung zwischen Politik und Jugendlichen zu verdeutlichen.

Ein Höhepunkt war am Eröffnungstag der Wettbewerb mit Teilnehmern aus Cloppenburg, Delmenhorst, Emden und Leer, die nahezu alle als Semiprofis bezeichnet werden können. Jeder Teilnehmer hatte zweimal 45 Sekunden Zeit, um die drei besten Tricks zu präsentieren. Der Beste davon sollte in den letzten 15 Sekunden gezeigt werden. Als Hauptgewinn lockte ein Skateboard im Wert von 80 Euro.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Pasiano Shop Oldenburg sowie dem Land Niedersachsen, das 5000 Euro bereitstellte.


 

Blaulicht-Ticker

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