„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

Gemeinsam stark: Der Vorstand der Bürgerstiftung Ovelgönne hält fest zusammen. BILD: BÜRGERSTIFTUNG

OVELGÖNNE – Die Bürgerstiftung Ovelgönne besteht seit nunmehr 10 Jahren, nachdem sie am 2. August 2010 per Urkunde des Niedersächsischen Innenministeriums für rechtsfähig anerkannt wurde. Sie ist aus der Mitte der Gemeinde Ovelgönne unter dem Leitmotiv „Von Bürgern für Bürger“ entstanden.

In den Jahren 2007 bis 2010 wurden in drei großen herausfordernden Haussammlungen in der Gemeinde Ovelgönne insgesamt 64 000 Euro direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gespendet. Damit konnte die Stiftungsgründung im Jahr 2010 realisiert werden. Weitere zahlreiche Spendenaktionen und ein sehr erfolgreiches Kochbuchprojekt „Ovelgönne kocht, klein aber fein“ vom Vorstandsmitglied Monika Schnieder ließen das Stiftungsvermögen bis heute auf 110 000 Euro ansteigen.

Ab 2011 wurden bereits die ersten Erträge der Bürgerstiftung Ovelgönne ausgeschüttet. Gemeinnützige und wohltätige Einrichtungen der Gemeinde sowie Vereine können Zuwendungsanträge stellen. Über die Bewilligung entscheidet der Vorstand, dessen Tätigkeit vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems und vom Stiftungsrat überwacht wird.

Die Zuwendungen werden jährlich den Begünstigten übergeben. Dadurch fördert die Bürgerstiftung auch die Vernetzung der ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde über eine umfassende Vorstellung der geförderten Projekte. Es wurden zwischen 750 und 5500 Euro jährlich ausgeschüttet. Die gesamte Fördersumme beläuft sich seit 2011 auf stattliche 19 750 Euro.

Anträge können von gemeinnützigen Einrichtungen, Vereinen wie Sport-, Schützen- oder Bürgervereinen, der Feuerwehr oder Fördervereinen ebenso gestellt werden wie von den Kindergärten oder Seniorenkreisen, der Kirchengemeinde oder kulturellen Einrichtungen.

Die Stiftung förderte konkrete Vorhaben der Antragsteller in unterschiedlicher Höhe je nach Ertragslage. Damit konnten in der Gemeinde Ovelgönne schon zahlreiche wohltätige Organisationen nach dem Stiftungsmotto „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ unterstützt werden.

Für die Zukunftsfähigkeit der Stiftung ist eine sichere und rentable Anlage des Stiftungskapitals notwendig. Dies ist dem Vorstand bislang gelungen. In Zeiten historisch niedriger Zinsen wird dies allerdings zunehmend schwieriger. Zum ersten Vorstand 2010 gehörten Monika Schnieder, Hanns-Michael Meiser, Margot-Höpfner Kröger, Wolfgang Hübenthal, Ute Logemann und Bernhard Uebachs. Für die im Jahr 2011 viel zu früh verstorbene Ute Logemann rückte Heike Heinemann nach. Bernhard Uebachs gab sein Amt an Tanja Buse ab, der 2019 Gisela Hecht folgte. Seit 2019 ist mit Anja Memenga ein weiteres Vorstandsmitglied hinzugetreten.

Dem Stiftungsrat, eine freiwillige Selbstkontrolle der Stiftung, gehören seit Gründung 2010 Thomas Brückmann, Ilona Bünting, Gerd Wübbenhorst, Bernhard Korpis und Hedda Kohlwes an. 

Auch in Zukunft ist die Bürgerstiftung auf Spenden angewiesen. Jede noch so kleine Spende ist willkommen und stärkt das Stiftungskapital, das bald von 110 000 Euro auf 120 000 Euro angehoben werden soll.


 

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