Gelungenes Comeback mit mehr Bühnen und mehr Vielfalt

Artikel vom 26.08.2022

Eyleen Thümler Und Norbert Hartfil

Die Hashtag Partyband heizte dem Publikum am Freitagabend auf der Hauptbühne ein. Bild: Norbert Hartfil

Mehr Bühnen, mehr Vielfalt und tausende Besucher: So lässt sich das Nordenhamer Stadtfest 2022 beschreiben. Die Veranstalter sprechen von einem großen Erfolg.

Ein Wetter wie aus dem Bilderbuch und ein Musikprogramm, das so abwechslungsreich schon lange nicht mehr gewesen ist. So lässt sich das Nordenhamer Stadtfest 2022 beschreiben. Und damit steht eins fest: Das erste Stadtfest nach Corona war ein voller Erfolg. Das zeigte auch die Resonanz der Nordenhamer. Tausende Menschen feierten ausgelassen die größte Party des Jahres. Udo Venema und Arischa Schmitz hatten in diesem Jahr die Organisation übernommen und landeten einen Volltreffer.

Drei Bühnen

In den vergangenen Jahren hatte das Nordenhamer Stadtfest immer mehr an Beliebtheit verloren. Zuletzt spielte sich das Spektakel lediglich auf dem Marktplatz und nicht mehr in der Fußgängerzone ab. Eine Riesenfete in der gesamten Innenstadt, wie sie viele Nordenhamer noch aus alten Zeiten kennen, war die Veranstaltung damit schon lange nicht mehr. Die Besucherzahlen sanken stetig. Doch mit diesem Jahr scheint sich das Blatt gewendet zu haben. „Es wurde wieder deutlich, dass die Nordenhamer immer noch gerne zum Stadtfest gehen“, sagt Arischa Schmitz.

Erstmals gab es wieder drei Bühnen. Die abwechslungsreiche Auswahl der Bands hielt für fast jeden Musikgeschmack etwas bereit. Schon zum Probelauf am Donnerstag war der Marktplatz gut gefüllt. Als die Shantyrockband Størtebeker auf der Hauptbühne spielte, herrschte prächtige Stimmung. Bis in die späten Abendstunden wurde schon am ersten Tag ausgelassen gefeiert.

Genau so gut, wie der Donnerstag aufhörte, begann der Stadtfestfreitag. Der Festumzug, den Nordenham Marketing & Touristik organisiert hatte, schlängelte sich bei bestem sommerlichen Wetter durch die Innenstadt. Deutlich mehr Zuschauer als sonst säumten dabei die Straßen.

Großes Comeback

Am Freitag übernahm die Hashtag Partyband auf der Marktplatz-Bühne das Kommando. Die Formation aus Nienburg machte genau das, was von einer Band mit diesem Namen zu erwarten ist: Partymusik mit professionell gecoverten Hits und Evergreens, die eine möglichst breite Streuweite haben. Vom Nena-Medley über Oasis bis hin zu der bei solchen Anlässen unentbehrlichen Mitsing-Hymne „An Tagen wie diesen“ reichte die bunte Mainstream-Show. Den kleinen, aber feinen Gegenpunkt zu diesem Remmidemmi-Mix setzte in der Fußgängerzone die Funk- und Rockband Yeti and the Machines. Die Session-Formation um den Nordenhamer Keyboarder Yeti Mansena legte einen starken Auftritt hin und glänzte mit großer Spielfreude.

Der Samstagabend übertraf dann noch einmal jegliche Erwartungen. Während des Auftrittes der Band Prime Time gab es vor der Marktplatzbühne und an den Getränkebuden fast kein Durchkommen mehr. Zuletzt waren die Nordenhamer Musiker vor 13 Jahren beim Stadtfest aufgetreten. Doch als wäre kaum Zeit vergangen, liefen sie genau wie damals auch jetzt wieder zur Höchstform auf. Mit ihrer Musikauswahl ließ die Formation um Tommy Maréchal keinen Wunsch offen. Songs wie „Celebration“ von Kool & The Gang oder „Pump Up The Jam“ von Technotronic brachten die Menschen vor der Bühne zum Tanzen, Klatschen und Jubeln. Ein besseres Stadtfest-Comeback hätte sich die Band wohl kaum wünschen können.

Friedliches Fest

Auch der Peterlee-Platz, auf dessen Bühne an diesem Abend die Bands Seldom Sober und House of Blues and Rock spielten, füllte sich im Laufe des Abends. Genauso war es vor der DJ-Bühne in der Fußgängerzone. Die Tanzfläche, die anfangs nur wenige Menschen nutzten, war um kurz nach Mitternacht prall gefüllt. Vor allem die jüngeren Besucher feierten hier mit den DJs Olli Hübler und Sven Nocker zu den besten Hits aller Zeiten.

Wo die einen fröhlich feierten, ging es bei anderen nicht immer friedlich zu. Im Großen und Ganzen gab es aber nur wenige kleine Zwischenfälle, bei denen Polizei und Security eingreifen mussten.

Arischa Schmitz und Udo Venema sind rundum zufrieden. „Es hätte besser nicht laufen können. Die diesjährige Auflage war ein großer Erfolg“, fasst es Arischa Schmitz zusammen. Ob die beiden auch das Stadtfest 2023 organisieren werden, bleibt abzuwarten.


 

Blaulicht-Ticker

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