Hausmeister sattelt auf Elektro-Lastenrad um

Artikel vom 07.11.2022

Norbert Hartfil

Hausmeister Hergen Schütte ist mit dem E-Lastenrad rundum zufrieden. Bild: Norbert Hartfil

Ein Förderprogramm der Metropolregion Nordwest macht’s möglich: Die evangelische Kirchengemeinde Nordenham kann für sechs Monate ein E-Lastenrad nutzen. Hausmeister Hergen Schütte ist begeistert.

Das knallgrüne Gefährt zieht die Blicke auf sich. Das liegt aber auch an der großen Transportbox, die sich dort befindet, wo andere Fahrräder einen Gepäckträger haben. Eine weitere Besonderheit dieses Lasten-Bikes ist der Elektroantrieb. Von den Fahreigenschaften und den Verwendungsmöglichkeiten ist Hergen Schütte begeistert. Der Hausmeister der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Nordenham nutzt das E-Bike seit einigen Wochen als Dienstfahrzeug.

Zuvor hatte Hergen Schütte die Touren zwischen den Gebäuden, die in seinem Zuständigkeitsbereich liegen, mit dem Auto zurückgelegt. Dabei handelt es sich um die St.-Marien-Kirche in Atens, die Martin-Luther-Kirche am Mittelweg, das Gemeindehaus an der Werrastraße und die Kindertagesstätte an der Oststraße. Da kommen Tag für Tag einige Kilometer zusammen.

Für sechs Monate

Das Lastenrad ist allerdings nur geliehen. Es gehört dem Landkreis Wesermarsch, der es mit finanzieller Unterstützung der Metropolregion Nordwest angeschafft hat. Mit der Förderung will die Metropolregion für den Einsatz umweltfreundlicher Transportmittel in den Kommunen werben. Die Städte und Gemeinden können jeweils für sechs Monate das E-Bike ausleihen. Erste Station war der Bauhof der Stadt Elsfleth, jetzt ist die Kirchengemeinde Nordenham an der Reihe. Genauer gesagt: Die Stadt Nordenham hat vom Landkreis die Nutzungsrechte für das Lastenrad übertragen bekommen und überlässt es der Kirchengemeinde.

Gut für die Umwelt

Weil Hergen Schütte mit dem Gefährt rundum zufrieden ist, es alle Zwecke erfüllt und der Nachhaltigkeit dient, hat der Gemeindekirchenrat beschlossen, nach Ablauf der sechsmonatigen Leihzeit ein eigenes Lasten-Bike zu erwerben. Das Problem ist allerdings die Finanzierung. Die Landeskirche Oldenburg will zwar 1000 Euro aus ihrem Grünen Topf für Umweltschutzprojekte beisteuern, aber das reicht noch lange nicht aus. „Wir bemühen uns um weitere Zuschüsse und hoffen auf Spenden“, sagt Pfarrerin Heike Boelmann-Derra.

Wie das jetzige Leih-Bike soll auch das künftige Hausmeisterrad mit einer Transportkiste ausgestattet sein. Laut Hergen Schütte ist die Box groß genug, um Werkzeug, Schubkarre, Rasenmäher oder Grasschnitt zu befördern. Doch in einem Punkt sieht er Verbesserungsbedarf: Die Box sollte sich oben öffnen lassen, um sperrige Geräte besser verstauen zu können.


 

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