Hier geht’s nicht nur um Bewegung

Artikel vom 29.06.2022

Jens Milde

Die E-Bike-Gruppe des SV Nordenham bei einem Sicherheitstraining mit Jürgen Zimmer (links) von der Verkehrswacht Nordenham. Bild: Jens Milde

Der SV Nordenham hat ein neues Angebot: E-Bike-Fahren für die Generation 60plus. Dass die motorisierten Räder auch ihre Tücken haben, erfuhren die Teilnehmer bei einem Sicherheitstraining.

Der E-Bike-Boom reißt nicht ab: Das bekommen nicht nur die Händler zu spüren. Der SV Nordenham hat den Trend aufgegriffen und eine E-Bike-Gruppe für die Generation 60plus gegründet. Der Verein hat damit voll ins Schwarze getroffen. Kaum stand das Angebot in der Zeitung, da war es auch schon ausgebucht. 20 Männer und Frauen gehören der Gruppe ein. Auf der Warteliste stehen schon jetzt 50 weitere Interessierte. „Wir könnten locker zwei weitere Gruppen aufmachen“, sagt Arnold Müller, der gemeinsam mit Herbert Barghorn das Angebot auf die Beine gestellt hat.

Herrliche Strecken

Ihre erste Tour haben die Radler schon hinter sich. Es ging nach Seefeld. Die nächste Tour ist für Mitte Juli geplant: 38 Kilometer durch Butjadingen. „Man glaubt gar nicht, wie viele herrliche Routen es in der Umgebung gibt“, sagt Arnold Müller. Er selbst hat schon einige schöne Strecken entdeckt, von denen er vorher nichts wusste.

Natürlich geht es bei dem Angebot darum, sich gemeinsam an der frischen Luft zu bewegen. Mindestens so wichtig ist es aber, soziale Kontakte zu knüpfen. Auf ihren Touren wollen die Radler immer ein attraktives Ziel ansteuern. Bei der Premiere war es das Seefelder Mühlencafé, wo die Mitglieder reichlich Gelegenheit hatten, zu klönen und sich kennenzulernen. Künftig können die Touren auch mit dem Besuch einer Ausstellung, einer Betriebsbesichtigung oder einer Kirchenführung verbunden werden. „Jeder kann Vorschläge machen“, ermuntert Arnold Müller die Radler.

Dass die Nachfrage so groß ist, führt der Nordenhamer auch darauf zurück, dass das Bedürfnis nach Geselligkeit nach den Entbehrungen während der Corona-Pandemie stark angestiegen ist. „Es ist einfach toll, dass man sich jetzt wieder treffen kann.“

Mehr Spaß

Arnold Müller ist selbst begeisterter Radler. An den E-Bikes schätzt er, dass sich durch die Unterstützung mit dem Elektromotor der Aktionsradius deutlich erweitert. Es sind längere Touren möglich, ohne dass man aus der Puste kommt. „Auch bei Wind macht das Fahren mit dem E-Bike mehr Spaß.“

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, kann sich Arnold Müller gut vorstellen, eine weitere Gruppe zu gründen. „Vielleicht teilen wir uns ja mal auf: Eine Gruppe, die etwas gemütlicher unterwegs ist, und eine andere Gruppe, die es etwas schneller mag.“

Dass das Fahren mit einem Pedelec seine ganz speziellen Tücken hat, will Arnold Müller nicht außer Acht lassen. Deshalb hat er Jürgen Zimmer von der Verkehrswacht Nordenham ins Boot geholt. Er hat mit den Teilnehmern ein Sicherheitstraining absolviert. Aufsteigen, Absteigen, Bremsen, langsames Fahren vorbei an Hindernissen, Promillegrenzen – um solche und weitere Themen ging’s dabei.

Unfallgefahren

Nach den Worten von Jürgen Zimmer ist die Unfall-Gefahr beim Fahren mit E-Bikes 50 Prozent höher als bei herkömmlichen Rädern. Das liegt daran, dass Pedelec-Fahrer im Schnitt doppelt so schnell unterwegs sind: 25 Stundenkilometer statt 12 bis 15. Hinzu kommen die Beschleunigung und das Gewicht: Ein Pedelec wiegt in der Regel zwischen 22 und 30 Kilo. Jürgen Zimmer möchte, dass die E-Bike-Freunde eine Sensibilität für die Gefahren entwickeln und möglichst sicher unterwegs sind. Deshalb rät er den Pedelec-Fahrern auch dringend, einen Helm aufzusetzen, auch wenn der zurzeit noch keine Pflicht ist.


 

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