Hilfe für die kleine Fine

Jessica (links) und Jan Dierks mit Fine nahmen den symbolischen Spendenscheck des Strickkreises gerne aus den Händen von Ute Peters (rechts) entgegen. BILD: STRICKKREIS

Jaderberg – Dass die Frauen des Strickkreises Fleißige Hände ein Herz für Kinder haben, das haben sie schon oft unter Beweis gestellt. Haben sie doch in den vergangenen Jahren insgesamt 3156 selbst gestrickte Mützen an die Familien von Neugeborenen verteilt. Doch jetzt haben die Frauen eine besondere Aktion organisiert.

Einiges mitgemacht

Insgesamt 1210 Euro haben sie gesammelt, um die kleine Fine und ihre Eltern Jessica und Jan Dierks zu unterstützen. Die Eltern möchten Fine eine Delfin-Therapie ermöglichen. Mit ihren zweieinhalb Jahren hat das Mädchen schon einiges mitgemacht. Fine wurde im Februar 2018 geboren.

Im Alter von sechs Monaten bekam sie epileptische Anfälle. Es begann eine wahre Ärzte-Odyssee. An deren Ende stand schließlich eine Diagnose fest: Fine leidet am sogenannten West-Syndrom. Dabei handelt es sich um einen Gendefekt. Dieser löst die Epilepsie aus, hat aber auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung des Mädchens. Die Zweieinhalbjährige kann weder alleine laufen, noch sprechen, und es fällt ihr schwer, Blickkontakt mit anderen zu halten, schildert Jessica Dierks.

Die Eltern möchten deshalb jede Möglichkeit nutzen, Fine in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Fine bekommt auch jetzt schon einige Unterstützung. Sie geht zur Physio-Therapie, Ergo-Therapie und ist in logopädischer Behandlung. Außerdem geht sie zur Reit-Therapie.

Eine Delfin-Therapie soll sich jedoch besonders positiv auf die Entwicklung auswirken, haben Jan und Jessica Dierks recherchiert.

Eltern hoffen, dass Fine 

zur Sprache findet

Eine Garantie gibt es natürlich nicht, doch „wir versuchen alles, was helfen könnte“, sagt Jan Dierks. Delfinen werde die Fähigkeit nachgesagt, die Betroffenen auf einer anderen Ebene zu erreichen, als es Therapeuten oder Eltern können, erläutert Jessica Dierks.

Sie und ihr Mann hoffen, dass die Delfin-Therapie Fine dabei hilft, zur Sprache zu finden sowie ihre Motorik und ihre Wahrnehmung zu verbessern.

Delfin-Therapien werden zum Beispiel auf der Karibikinsel Curaçao angeboten. Inklusive Flug müsse die Familie mit rund 14 000 Euro an Kosten rechnen, sagt Jessica Dierks. Die Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht.

Über die Spende des Strickkreises freuen sich Jan und Jessica Dierks deshalb ganz besonders. Die Mitglieder des Strickkreises hatten nicht lange überlegen müssen, als sie erfuhren, dass Fine krank ist, erzählt Ute Peters. Die Gruppe strickt regelmäßig Babymützen, die dann in den Krankenhäusern für Neugeborene verteilt werden. Fine war 2018 eines der Kinder im Krankenhaus Varel, das eine Mütze bekommen hat.

Mit Jan und Jessica Dierks sei Ute Peters seitdem in Kontakt geblieben. „Eines Tages habe ich einen Flyer im Status der Familie gesehen, in dem die Situation von Fine geschildert wurde“, erzählt Ute Peters. Ihr Mann stammt aus Leverkusen. Dort hatte das Paar bereits über ihre Line-Dance-Gruppe ein Patenkind bei Dolphin-Aid unterstützt.

„Einfach Wahnsinn, was das mit manchen Kindern gemacht hat“, schwärmt Ute Peters. Kinder mit starken motorischen Einschränkungen konnten anschließend Dinge greifen, oder in einem Spiel Dinge antippen, erzählt sie. Für Außenstehende seien das zwar nur Kleinigkeiten, doch für die Familien seien es enorme Fortschritte gewesen, erzählt Ute Peters.

Wer mehr über Fine erfahren oder Familie Dierks mit einer Spende für die Delfin-Therapie unterstützen möchte, kann sich auf Instagram unter fines–besondere–welt informieren oder die Familie unter ?04453/4836821 kontaktieren. Auch der  Strickkreis will  weiter Spenden  für Fine sammeln. 


 

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