325.000 Euro müssen reichen

Unter anderem stehen neue Strandkörbe auf der Investitionsliste der Butjadingen Kur und Touristik GmbH.       BILD: GLÜCKSEILIG

BUTJADINGEN – Zwei Anläufe brauchte die Butjadingen Kur und Touristik GmbH (BKT), um für ihren Investitionsplan für das kommende Jahr grünes Licht vom Gemeinderat zu bekommen. Nun steht fest, dass die Gesellschaft anstatt der angedachten 385?.000 nur 325.000 Euro investieren wird. An welcher Stelle die 60.000 Euro eingespart werden sollen, darüber wird der BKT-Aufsichtsrat Anfang des neuen Jahres beraten.

Die BKT, der alle von Tourismus-Service Butjadingen (TSB) genutzten und bewirtschafteten Grundstücke und Immobilen gehören, hatte die ursprünglichen 385?.00 Euro komplett über neue Kredite finanzieren wollen. Daran hatte bei der Ratssitzung vor zwei Wochen unter anderem der Grünen-Ratsherr Jürgen Sprickerhof Kritik geübt. Er störte sich daran, dass die Tourismusgesellschaft Investitionen immer nur durch neue Schulden finanziere, anstatt aus eigenen Mitteln. Die Diskussion endete damit, dass der Gemeinderat beschloss, den Investitionsplan zurück an den Aufsichtsrat der Tourismusgesellschaften zu geben.

Weil ein Beschluss über den künftigen Gästebeitrag noch ausstand, musste der Gemeinderat in der vergangenen Woche außerplanmäßig erneut tagen. FDP-Ratsherr Jürgen Kiebitz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismusgesellschaften ist, nutzte die Gelegenheit, um den Investitionsplan der BKT noch einmal auf die Tagesordnung zu bringen. Der Aufsichtsrat könne nichts entscheiden, wenn er nicht einen finanziellen Rahmen vorgegeben bekommt, argumentierte Jochen Kiebitz – und legte einen modifizierten Investitionsplan vor, dem der Gemeinderat einstimmig und ohne große Diskussion seinen Segen gab.

Der neue Plan sieht vor, dass die BKT im kommenden Jahr 325.?000 Euro investiert und davon 25.000 aus eigenen Mitteln abdeckt. Die verbleibenden 300.000 Euro sollen über Kredite finanziert werden. Geschäftsführer Robert Kowitz schlägt vor, die einzusparenden 60.000 bei den Strandhallen zu streichen. Für die dort geplanten Investitionen gebe es im nächsten Jahr hohe Zuschüsse des Landes, so dass die Betreiber der Strandhallen die angedachten Maßnahmen – darunter eine Klimatisierung der Räumlichkeiten – auch selbst vornehmen könnten. Ob die 60.000 Euro tatsächlich an dieser oder an anderer Stelle eingespart werden, wird der Aufsichtsrat entscheiden.

Weiterhin auf der Investitionsliste stehen die Anschaffung von mindestens 60 neuen Strandkörben, von Spielgeräten für die Strandbäder und die Nordseelagune sowie von Fahrzeugen und Geräten, eine Umrüstung der Parkscheinautomaten auf einen bargeldlosen Betrieb und eine Aufwertung des Bühnenumfelds am Friesenstrand sowie des Campingplatzes in Tossens.
Zudem hat Robert Kowitz Planungskosten für das feste Gebäude, das in der Nordseelagune in Burhave entstehen und die dortigen Container ersetzen soll, mit auf die Liste gesetzt. Das letzte Wort hat nun der Aufsichtsrat.


 

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