Sehnsucht nach etwas Normalität

VON ISABEL STÜBBEN

Haben viel Zeit in das diesjährige Programmheft investiert: Geschäftsführerin der KVHS, Ulrike Michalzik (l.), und die stellvertretende KVHS-Leiterin, Dr. Claudia Schütze. BILD: STÜBBEN

WESERMARSCH – Die Planungsphase für das Herbstsemesterprogramm der Kreisvolkshochschule Wesermarsch (KVHS) war wie die vergangenen Monate:  Turbulent! „Dieses Jahr war für uns eine echte Herausforderung“, betont Dr. Claudia Schütze, stellvertretende KVHS-Leiterin. Die Planungen waren durch die Corona-Krise gekennzeichnet und dennoch Fluch und Segen zugleich. „Für uns war es einerseits ein Segen, dass wir die Kursleiterinnen und -leiter immer zu Hause erreichen konnten. Aufgrund der zusätzlichen Zeit, die viele wegen des Stillstandes hatten, sind kreative und der außergewöhnlichen Zeit angepasste Ideen dazugekommen“, so Geschäftsführerin Ulrike Michalzik und fügt hinzu: „Dennoch lag der Fluch „Corona“ über so manchem Gespräch“. 

Verunsicherung überschattete den Alltag und warf ständig neue Fragen in den Raum. Was kann im Herbst angeboten werden? Unter welchen Voraussetzungen darf man zusammenkommen? Wie wird der Zuspruch sein? All diese Fragen können erst kurzfristig beantwortet werden. Doch das gesamte KVHS-Team arbeitet sehr engagiert und wird vorab prüfen, ob ein Kurs stattfinden kann oder nicht. „Die Gesundheit aller Beteiligten hat oberste Priorität. Deswegen hat das Gesundheitsamt das Hygiene Konzept geprüft und uns konstruktiv beraten. Die Kursteilnehmer brauchen daher weder verunsichert noch ängstlich sein“, versichert Claudia Schütze.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVHS haben neben der Ungewissheit aber auch wahrgenommen, dass die Bürger in der Wesermarsch sich nach all den Monaten nach ein wenig Normalität sehnen und das vielseitige Kursangebot wieder wahrnehmen möchten. Ein Glück, dass Interessierte sich bereits vor Semesterbeginn online informieren und anmelden können. 

Immer mehr Anmeldungen werden online getätigt. Genau deshalb wurde der Prozess vereinfacht und sogar in einem kurzen Video auf der Homepage haargenau erklärt. „Es ist wirklich kinderleicht“, sagt die Geschäftsführerin und erläutert, dass die anderen Anmeldeverfahren weiterhin genutzt werden könnten.

Häuser mit offenen Türen

Auch innerhalb des Kursprogrammes erkennt man, dass die KVHS vermehrt digital unterwegs ist. Viele der Kurse können über den heimischen PC aus getätigt werden. Die sogenannten Online-Seminare haben gerade in diesem Jahr viel Zuspruch bekommen. „Uns ist jedoch wichtig, dass wir weiterhin Häuser mit offenen Türen bleiben“, so Claudia Schütze. Die Kreisvolkshochschule sei ein Ort der Kommunikation und das wolle man auch beibehalten. Daher finden auch Veranstaltungen statt, bei denen ein Kennenlernen bzw. ein Austausch ausdrücklich erwünscht ist. „Wir möchten gerne mit den (potenziellen) Kursteilnehmern ins Gespräch kommen und diese ein wenig kennenlernen“. Beim „Meet and Greet“ am 7. September sind die Türen der Kreisvolkshochschule für alle Interessierten ab 19.30 Uhr in der Marktstraße 8 in Nordenham geöffnet. Die Beratung ist wie immer gebührenfrei. „Wir freuen uns auf jeden, der den Weg zu uns findet. Egal, ob online, telefonisch, persönlich oder per Fax“.


 

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