Pink Friday in Nordenham kein Hit

Artikel vom 13.07.2022

Rolf Bultmann

Ganz in Pink und Spaß dabei: Gäste und Gastgeber am Freitagabend im Nordenhamer Stadtcafé. Bild: Rolf Bultmann

Der Pink Friday sollte vor allem Frauen in die Nordenhamer Geschäfte locken. Das klappte aber nur in wenigen Fällen.

Mit „durchwachsen“ beschreibt Citymanagerin Ilona Tetzlaff eher wohlwollend das Fazit des ersten Nordenhamer „Pink Friday“. Gefühlt nur rund 100 Besucher und damit viel zu wenige lockte die Ladies-Shoppingnight am Freitagabend in die Innenstadt.

17 Geschäfte

Damit blieb die Veranstaltung deutlich hinter den Erwartungen des Vereins Nordenham Marketing & Touristik (NMT) und der meisten der teilnehmenden 17 Geschäfte zurück. „Die Händler und auch wir haben viel Mühe investiert, aber das wurde von den Nordenhamern nicht belohnt“, bilanzierte die enttäuschte NMT-Geschäftsführerin.

Einen Grund dafür hat Ilona Tetzlaff auch nach ersten Gesprächen mit einigen Geschäftsleuten nicht parat. Vielleicht habe es an der zur selben Zeit veranstalteten Eröffnung des Nordenhamer Heimatsommers am Union-Pier gelegen. Diese Veranstaltung sei bei der Planung des „Pink Friday“ aber noch nicht terminiert gewesen, sagt die Citymanagerin.

Nicht nur pinkfarbene Teppiche und Glitzervorhänge an den Geschäftseingängen sollten die Besucher in die Läden locken. Für zusätzliche Anreize sorgten unter anderem Rabatt- und Probieraktionen, Begrüßungsgetränke, Gewinnspiele, eine Bilderausstellung, eine Selfie-Station und ein Oscar-Posing. Am NMT-Stand gab es am Glücksrad pinke Accessoires und Einkaufsgutscheine zu gewinnen.

So sehr sich auch der Braker Patrick Ahlers mit seinem Akkordeon mühte, eine gute Stimmung wollte in der fast leeren Fußgängerzone nicht aufkommen. Einige der teilnehmenden Geschäfte beendeten die vierstündige Aktion bereits vor der für 21 Uhr geplanten Schließung.

Gin und Wein

Doch nicht alle Teilnehmer des „Pink Friday“ waren enttäuscht. Über zu wenige Kunden konnte sich das Lille Hus, in dem auch ein Gin-Tasting stattfand, nicht beklagen. Um pünktlich schließen zu können, mussten die letzten Besucher hinauskomplimentiert werden. Auch die Buchhändlerin Anne von Bestenbostel zeigte sich zufrieden: „Bei uns waren immer gut gelaunte Besucher, haben gern ein Glas Wein getrunken und ihre Urlaubslektüre eingekauft. Wir waren froh und happy damit“.

Ähnlich sah es im benachbarten Modegeschäft von Viola Buller aus. Im Modewerk von Caria Büsing hatte dagegen der Würfel, mit dem sich die Kunden Rabatte für ihre Einkäufe erknobeln konnten, auch längere Ruhezeiten. Dass sich die Verlängerung der Öffnungszeit am Freitag nicht gelohnt habe, machte auch Anke Coldewey (Mode Schröder) deutlich. Darüber werde man reden müssen. Sie wolle sich aber weiterhin an Aktionen in der Innenstadt beteiligen, versicherte sie. Juwelierin Arina Bargmann bescherte das angebotene Entenangeln um Gewinne ebenfalls keinen Kundenansturm. Im Stadt-Café von Margarita Tchankotadze blieben trotz Flammkuchen viele Plätze unbesetzt.

Ursachen klären

Schon beim turnusgemäßen Händler-Frühstück am nächsten Mittwoch wollen Ilona Tetzlaff und die beteiligten Geschäftsleute ein Resümee des „Pink Friday“ ziehen und dabei noch einmal Ursachenforschung betreiben. „Wir werden uns nach den Wünschen der Geschäftsleute richten“, beantworte die Citymanagerin die Frage nach weiteren Aktionen.


 

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