Schlick und Corona erschweren Vereinsarbeit

Artikel vom 06.05.2022

Eyleen Thümler

Geehrte und Gewählte bei der Jahreshauptversammlung des Segelclubs Bild: SCN

Die Weservertiefung bereitet den Mitgliedern des Segelclubs Nordenham große Sorgen. Auf der Jahreshauptversammlung wurde noch einmal deutlich, vor welchem Problem sie stehen.

Die Coronapandemie hat im Segelclub Nordenham (SCN) auch im vergangenen Jahr für Flaute gesorgt. Alle Vereinsaktivitäten mussten abgesagt und Sportanlagen für die Benutzung gesperrt werden. „Glücklicherweise gehörten Lagerhallen für Boote nicht dazu, so dass wir wenigstens die Möglichkeit hatten, an unseren Booten zu arbeiten“, sagte der 1. Vorsitzende Werner Helle während der Jahreshauptversammlung.

Hohe Kosten

Dennoch mussten die Arbeiten am Steg, die die Mitglieder normalerweise selbst in die Hand nehmen, an eine Fremdfirma vergeben werden. Nun hoffen die Segler auf eine bessere Saison. Was ihnen allerdings große Sorgen bereitet, ist die geplante Weservertiefung, die zu einer zunehmenden Verschlickung der Slipbahn und des Sportboothafens führen werde. Schon jetzt stehen die Segler vor Problemen.

„Bisher konnten wir unsere Slipbahn noch mit Eigenmitteln freispülen, in diesem Frühjahr muss auch hier eine Fremdfirma beauftragt werden“, sagte Werner Helle. Dann werden Kosten in Höhe von 3000 Euro auf den Verein zukommen. Auch im Sportboothafen selbst wird es angesichts der steigenden Dieselpreise kostspielig, den immer höher werdenden Schlickeintrag zu entfernen.

Da zudem immer weniger Schwimmbagger verfügbar sind, da sie beispielsweise in der Elbe im Einsatz sind, können die Segelboote immer später erst zu Wasser gelassen werden. Dies hat bereits 2021 zu weniger Fahrten geführt: 14810 Seemeilen anstelle von durchschnittlich 20000 Seemeilen in den Jahren zuvor.

1627 Arbeitsstunden

Dennoch lassen sich die Segler nicht unterkriegen und freuen sich, wenn es in diesem Jahr endlich losgehen kann. Die ersten von ihnen wollen ihre Boote in der kommenden Woche zu Wasser bringen. Und auch sonst gab es auf der Jahreshauptversammlung einige gute Nachrichten zu verkünden: Zwar stehen den neun Abgängen von Booten nur sieben Neuzugänge gegenüber, dennoch ist die Mitgliederzahl trotz der Probleme im vergangenen Jahr stabil geblieben und mit 225 aktuellen Mitgliedern weiterhin auf einem hohen Niveau. Somit konnten insgesamt 1627 Arbeitsstunden geleistet werden, in denen unter anderem Anlagen, Maschinen und Gebäude gewartet wurden. Auch die Führerscheinausbildung, die durch Alwin Göhring und seine Yachtschule My Way angeboten wird, konnte im vergangenen Sommer in Kleingruppen wieder aufgenommen werden. 63 Personen haben teilgenommen, mehrere von ihnen sind inzwischen Mitglied im SCN geworden.

Ehrungen

Auch Ehrungen langjähriger Mitglieder standen bei der Jahreshauptversammlung auf der Tagesordnung. Für eine 20-jährige Mitgliedschaft wurden Christina Thümler, Fritz Jacob und Hans Säckl geehrt. 30 Jahre Mitglied im SCN ist Gerold Lübken.

Für eine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Susanne Kütter, Dieter Bollmann und Bert Bolte. Günter Funke, Volkmar Körner, Kurt Rößler und Herbert Thümler wurden für eine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt und Ernst Gottschlich, Jörn Menning, Dieter Schäfer und Gerold Wilde dürfen sich über eine 60-jährige Mitgliedschaft freuen.


 

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